Jeep ist hierzulande mit einer Doppelpremiere ins neue Jahr gestartet: Am Cobenzl in Wien standen bei einem Presseevent zum Jahresauftakt der neue Compass mit ersten Testfahrten sowie die Österreich-Premiere des vollelektrischen Wagoneer S im Mittelpunkt. Während der Wagoneer S als künftiges elektrisches Flaggschiff einen Ausblick auf das obere Segment gibt, kommt dem Compass als tragender Säule im europäischen C-SUV-Markt eine zentrale Rolle zu.
Compass als Schlüsselmodell für Europa
Der neue Jeep Compass geht in seine dritte Generation – und bleibt ein absolutes Kernmodell der Marke. Fabio Catone, Head of Jeep Europe, unterstrich die Bedeutung des Fahrzeugs für die strategische Ausrichtung. "Der neue Compass spielt im C-SUV-Segment, dem wichtigsten Segment in Europa. Die ersten beiden Generationen haben zusammen 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Mit der dritten Generation bringen wir deutliche Verbesserungen bei Raumangebot, Vielseitigkeit, Technologie und Leistungsfähigkeit", so Catone zu LEADERSNET.tv.
Der auf der Stellantis-Plattform "STLA Medium" basierende Compass wird künftig mit vier Antriebsarten angeboten: vollelektrisch, als Plug-in-Hybrid, Mild-Hybrid sowie in der 4xe-Version mit elektrischem Allradantrieb. Gerade die Elektrifizierung soll dabei nicht auf Kosten klassischer Jeep-Eigenschaften gehen. Catone betonte, man habe beim neuen Compass bewusst auf eine vollelektrische Lösung für den Allrad gesetzt: Mit hohem Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten lasse sich "die beste 4x4-Performance" realisieren. Der neue Compass 4xe leistet 276 kW (375 PS) und verfügt über einen eigens entwickelten Elektromotor an der Hinterachse. Alle anderen Versionen vertrauen auf Frontantrieb.
Bei der ersten Ausfahrt präsentierte sich der Compass als deutlich gereiftes Modell: Die Karosserie misst nun 4,55 Meter, die Bodenfreiheit beträgt 200 Millimeter, das Fahrwerk wurde auf mehr Komfort und geringere Wankbewegungen abgestimmt. Innen bietet das SUV mehr Platz im Fond sowie ein auf bis zu 550 Liter erweitertes Kofferraumvolumen. Digitale Instrumente, ein 16-Zoll-Infotainment-Screen, Head-up-Display und serienmäßige Assistenzsysteme bis Level 2 unterstreichen den technologischen Anspruch.
Auch vernetzte Dienste spielen eine größere Rolle: Über die neue Jeep-App lassen sich Fahrzeugfunktionen aus der Ferne steuern, Ladezustände abrufen oder Routen inklusive Ladestopps planen. Für die vollelektrische Variante steht zudem One-Pedal-Driving zur Verfügung – der Stromer bremst beim Rekupieren also bis zum Stillstand ab, ohne dass man dafür aufs Bremspedal steigen muss.
Der Marktstart in Österreich steht unmittelbar bevor. Florian Ferstl, Managing Director Jeep Austria, erklärte gegenüber LEADERSNET.tv: "Die ersten Einheiten sind bereits auf Österreich-Tour im Rahmen einer Roadshow. Der große Marktstart ist Anfang März. Dann beginnt die breite Kommunikation, und alle Fahrzeuge stehen bei unseren Händler:innen für Probefahrten bereit."
Bei der Wahl des Antriebs sieht Ferstl den Vorteil in der breiten Palette: Wer zu Hause laden könne, sei mit dem vollelektrischen Compass gut beraten. Für viele Kund:innen werde jedoch der Plug-in-Hybrid (225 PS Systemleistung) interessant sein: Mit einer neuen 20-kWh-Batterie seien "bis zu 93 Kilometer rein elektrisch möglich", kombiniert mit einem 55-Liter-Benzintank für lange Strecken.
Zur Markteinführung gibt es Aktionspreise, die bei 34.890 Euro für den Compass e-Hybrid (145 PS) beginnen. Die vollelektrische Variante (213 PS, 500 km WLTP-Reichweite) startet mit einem Aktionspreis ab 44.180 Euro.
Wagoneer S als elektrischer Ausblick ins D-Segment
Ergänzend zeigte Jeep erstmals in Österreich den Wagoneer S, ein vollelektrisches SUV im D-Segment. Das 4,89 Meter lange Modell leistet 441 kW (600 PS), beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und bietet serienmäßigen elektrischen Allradantrieb. Catone ordnete das Fahrzeug strategisch ein: Das D-SUV-Segment sei bereits stark elektrifiziert und werde 2026 voraussichtlich zur Hälfte aus reinen Elektrofahrzeugen bestehen. Mit dem Wagoneer S positioniere sich Jeep frühzeitig in diesem Umfeld.
Im Innenraum dominieren vollständig digitale Anzeigen mit insgesamt über 45 Zoll Bildschirmfläche, darunter ein 10,25-Zoll-Display für den Beifahrenden sowie ein 12,3-Zoll-Zentralbildschirm mit Uconnect-5-Infotainment und integriertem Navigationssystem. Der Marktstart des neuen Flaggschiffs in Österreich ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant; Preise stehen bisher nicht fest.
Was Fabio Catone und Florian Ferstl zu den beiden neuen Modellen noch gesagt haben, sehen Sie im LEADERSNET.tv-Video.
Fotos von der Veranstaltung am Cobenzl sehen Sie in der Galerie.
www.jeep.at
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