Fotos des FMP Talks #64
Warum man die Gen Z nicht in eine Schublade stecken sollte

Bei der 64. Ausgabe des FMP Talk diskutierte eine Expertenrunde, warum die Generation Z definitiv nicht "arbeitsunwillig" ist und wo Unternehmen jetzt ansetzen müssen, um das Potenzial ihrer jungen Mitarbeiter:innen voll auszuschöpfen. 

Die Generation Z ist längst nicht mehr "die nächste Generation", sondern bereits ein fester Teil der Arbeitswelt. Dennoch herrschen oft Vorurteile, wie etwa jenes der "arbeitsunwilligen Generation". Dabei belegen inzwischen zahlreiche Studien, wie zuletzt der "Young Talents Report 2026" von Great Place To Work, dass tatsächlich viele junge Menschen gerne Leistung bringen, Verantwortung übernehmen und etwas Bedeutenden schaffen – allerdings nur, wenn das Arbeitsklima stimmt (LEADERSNET berichtete). Was es braucht, ist ein detailliertes Verständnis davon, wie die Generation denkt, kommuniziert und arbeitet.

Mit ebendiesem Thema beschäftigte sich kürzlich der 64. FMP Talk des Verein Forum Media Planung (FMP), der Ende Jänner in einer "Rookie Edition" in der Cupra City Garage Wien über die Bühne ging. Unter dem Motto "It's rookie o'clock, besties! IRL, zero cringe! Agenda? Low-key spicy. Myth busting. Hot takes." gingen dabei namhafte Expert:innen gemeinsam mit Studierenden der University of Applied Sciences St. Pölten (USTP) der Frage nach, warum sich die Gen Z definitiv nicht in einfache Schubladen stecken lässt.

Rookies trafen auf Expert:innen

Den Auftakt des Abends, durch den Studentin Emily Schreyvogel als Moderatorin führte, machte ein kurzer Impulstalk zweier Studentinnen des Studiengangs Marketing und Kommunikation der USTP: Annika Strunz und Klara Fahrner führten die Anwesenden gemeinsam in das Thema ein und setzten den inhaltlichen Rahmen für die anschließende Diskussionsrunde. Bei dieser wiederum diskutierten Thomas Meyer (Geschäftsführer Büro für Interaktion & Professor FH Kufstein), Tim Baumgärtner (Co-Founder & Co-CEO marswalk), Elisabeth Ponocny-Seliger (Arbeitspsychologin & Universitätslektorin), Konrad Mayr-Pernek (Director Business Development Purpur Media) und Andrea Tenner (Managing Partner Business Solutions Alpine, Omnicom Media).

Zentrale Erkenntnisse des Abends

Dabei waren sich die Panelteilnehmer:innen unisono einig, dass die Gen Z keinesfalls als homogene Gruppe betrachtet werden dürfe, da sich Werte, Erwartungen und Arbeitsweisen je nach Persönlichkeit, Lebensphase und sozialem Hintergrund stark unterscheiden. Der Appell der Expert:innen lautete dementsprechend: weniger Etiketten, mehr echte Gespräche. Zudem wurde betont, dass die Gen Z zwar prinzipiell leistungswillig ist, allerdings klare Grenzen setzt, wenn es um Gesundheit und Lebensqualität setzt.

Weiters erklärten die Diskutant:innen, dass Forderungen wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Transparenz oder mentale Gesundheit längst nicht nur die Gen Z betreffen, sondern generationenübergreifend an Bedeutung gewinnen und die Arbeitswelt letztlich für alle verbessern. Dabei solle man jedoch Realismus bewahren, denn wo Unternehmen an rechtliche und finanzielle Grenzen stoßen, brauche es Kommunikation und realistische Erwartungen auf beiden Seiten.

Und nicht zuletzt dürfe nicht vergessen werden, dass die Gen Z künftig auch in den Führungsetagen Platz nehmen wird – um sie gut darauf vorzubereiten und ihnen Skills und Erfahrungen anzueignen, seien Vertrauen, Verantwortung sowie Mentoring aber bereits jetzt essenziell. 

LEADERSNET war dabei und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

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