Fotos der Wiedereröffnung
Salzburger Kult-Wirtshaus "Die Weisse" schlägt neues Kapitel auf

Seit Montag, den 2. Februar 2026, hat das traditionsreiche Lokal in der Mozartstadt wieder geöffnet – allerdings nun unter der Leitung der Gassner Gastronomie. Eigentümer Felix Gmachl bleibe dem Haus aber weiterhin eng verbunden. 

Das Wirtshaus "Die Weisse" gilt als Österreichs älteste Weißbierbrauerei und als einzige historische Kleinbierbrauerei des Landes, die noch in Betrieb ist. Gegründet wurde sie im Jahr 1901 in der Rupertgasse in Salzburg-Schallmoos von Adelbert Behr. Zu dieser Zeit gab es in der Mozartstadt noch 50 Brauereien – jedoch erzeugten diese starke Bockbiere. Behr braute hingegen ein leichtes, bernsteinfarbenes Weißbier mit fruchtiger Aromanote und einem feinen weißen Schaum, welches dank der überlieferten Rezeptur bis heute unverändert geblieben ist. Nach verschiedenen Brauereibetreibern erwarb Hans Georg Gmachl, Vater von Felix Gmachl, 1987 die Liegenschaft der Weißbierbrauerei. 2015 ging sie schließlich in die Hände seines Sohnes über, der 2025 aufgrund eines Insolvenzverfahrens nach neuen Pächtern für die Gastwirtschaft suchte. Und das mit Erfolg, denn am 2. Februar 2026 feierte das Kult-Wirtshaus nun seine Wiedereröffnung, mit dem neuen Betreiber des Hauses, der Gassner Gastronomie, die mit dem Haus sein Portfolio auf zehn Gastronomiebetriebe ausbaute. 

Aus alt wird neu

Doch bevor "Die Weisse" ihre Tore wieder aufsperrte, erfolgte eine kurze Schließphase, in der man das Haus behutsam adaptiert habe, so die neuen Betreiber. Ziel sei es demnach gewesen, den gewachsenen Charakter der "Weissen" zu bewahren und zugleich weiterzuentwickeln. So wurde etwa der historische Boden abgeschliffen und aufgearbeitet, das bestehende Mobiliar neu bezogen, Vorhänge erneuert und die Wandgestaltung sowie Beleuchtung mit neuen Akzenten ergänzt. 

 
 
 
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Zur Verfügung stehen Besucher:innen 350 Sitzplätze, die von einem 40-köpfigen Team bewirtet werden. Die operative Leitung der "Weissen" unterliegt Marcel Schäkel und Irene Lagler. Gemeinsam führen sie das Haus und zeichnen sich entsprechend für den täglichen Ablauf verantwortlich. 

Nächster Schritt im Unternehmensausbau

In der Übernahme des Betriebs der "Weissen" sieht die Gassner Gastronomie laut eigenen Angaben einen weiteren konsequenten Schritt im Ausbau ihres familiengeführten Unternehmens. "Die Weisse ist ein Salzburger Original und genau so führen wir sie auch fort: mit Respekt vor ihrer Geschichte, aber auch mit frischem Schwung. So haben wir das Sudwerk zur Tagesbar entwickelt – eine bewusste Verbindung von Wirtshaus und Bar – und damit ein Angebot geschaffen, das es in dieser Form in Salzburg lange nicht gegeben hat", so Stephan Gassner, Geschäftsführer der Gassner Gastronomie. 

Über die neue "Die Weisse"

Die Tagesbar im ehemaligen Sudwerk ist tagsüber und abends geöffnet und führt sowohl die klassische Speisekarte als auch kleine Bar-Gerichte. Angeboten werden etwa ein Bar-Schnitzel sowie ausgewählte Drinks und Bier-Spezialitäten. Zusätzlich steht ein kleines Kino zur Verfügung, das für private, aber auch geschäftliche Veranstaltungen gemietet werden kann und gastronomisch begleitet wird. Zudem halten die neuen Betreiber an den bewährten Klassikern der Speisekarte fest und ergänzen diese um neue Spezialitäten. In der Küche setze man außerdem verstärkt auf Produkte aus eigener Verantwortung – insbesondere auf Rindfleisch aus der eigenen Gassner Farm – abgerundet durch regionale Zutaten. Passend zur Fastenzeit wird in der "Weissen" zudem eine Neuerung aus dem Hause Gmachl angeboten: Salzburger Helles 0,0 %. 

Einen Eindruck von der Wiedereröffnung können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.dieweisse-wirtshaus.at

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