Fotos aus der Staatsoper
Wiener Staatsballett feierte die Wiederaufnahme von "Jewels"

George Balanchines Meisterwerk kehrte zurück und entführte das Publikum in drei Akten durch die Welt der Edelsteine. Unter der musikalischen Leitung von Paul Connelly bewies die Compagnie dabei einmal mehr, warum dieses Ballett als zeitloses Juwel der Tanzgeschichte gilt.

Am 30. Jänner 2026 wurde die Bühne der Wiener Staatsoper zum Meer aus Eleganz und Präzision, als George Balanchines Meisterwerk "Jewels" auf den Spielplan zurückkehrte. Das Stück entführte das Publikum in drei Akten durch die Welt der Edelsteine – von der französischen Romantik der Smaragde über die New Yorker Jazz-Energie der Rubine bis zum kaiserlich-russischen Glanz der Diamanten. Dabei geht es allerdings nicht um eine fortlaufende Erzählung, sondern um eine abstrakte Hommage an die Geschichte des klassischen Tanzes. 

Erstes handlungsloses Ballett der Geschichte

"Jewels" ist das erste handlungslose Ballett der Welt. Erstmals uraufgeführt wurde es im Jahr 1967. Inspiration für das Werk habe Balanchines bei einem Besuch des Juweliers Van Cleef & Arpels in New York gefunden. Daher gliedert sich das Stück in drei Akte, wobei jeder Akt jeweils einen Edelstein, einen Komponisten und eine nationale Tanztradition repräsentiert. Zur Musik von Gabriel Fauré geht es demnach um Smaragde, die die Eleganz und Romantik Frankreichs verkörpern. Die Choreografie ist weich und fließend. Während es im zweiten Akt "Rubine", begleitet von Igor Strawinskys jazzigem Capriccio, um die Energie und Modernität Amerikas geht. Der Tanz ist dabei geprägt von Witz, Schnelligkeit und sportlicher Dynamik. Im dritten Akt "Diamanten" ertönen Klänge von Peter I. Tschaikowski. Dabei wird die imperiale Pracht des russischen Balletts zelebriert.

Die Wiederaufnahme von "Jewels" am 30. Jänner wurde im ersten Akt "Emeralds / Smaragde" angeführt von Olga Esina, Ioanna Avraam, Kentaro Mitsumori und Victor Caixeta. Für dynamische Energie bei "Rubies / Rubine" sorgten wiederum Margarita FernandesAntónio Casalinho und Milda Luckuté. Und den glanzvollen Abschluss "Diamonds / Diamanten" tanzten Laura Fernandez Gromova und Alessandro FrolaObwohl das Stück keine literarische Tiefe besitzt, zeigte sich das Publikum am 30. Jänner von seiner Rückkehr begeistert und lobte insbesondere die technische Brillanz der Tänzer:innen. 

Liudmila Konovalova im Fokus zweier Aufführungen

Am 9. sowie am 15. Februar 2026 wird zudem Liudmila Konovalova im Rahmen des Stücks auf der Bühne stehen. Seit 2011 erste Solotänzerin des Wiener Staatsopernballetts wurde sie im vergangenen Jahr zur Guest Principal ernannt. In beiden Vorstellungen von "Jewels" wird sie an den angeführten Tagen den dritten Teil des Balletts "Diamonds" interpretieren. Konovalova zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des Wiener Staatsopernballetts. Als Guest Principal repräsentiert sie die Wiener Staatsoper zunehmend auch auf internationaler Bühne. Ihre Interpretation verspreche daher eine eindrucksvolle Verbindung aus klassischer Noblesse und persönlicher Ausdruckskraft. 

Einen Eindruck von der Wiederaufnahme von "Jewels" können Sie sich zudem mittels Galerie verschaffen.

www.wiener-staatsoper.at

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

leadersnet.TV