Weltweit einzigartige Maschine zur Kernspaltung
Innovation aus Niederösterreich bringt Kreislaufwirtschaft voran

| Redaktion 
| 04.02.2026

Mit Kern Tec betreibt ein Unternehmen in Herzogenburg eine weltweit einzigartige Technologie zur Spaltung von Steinobstkernen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination aus innovativer Technologie, nachhaltiger Nutzung von Ressourcen und neuen wirtschaftlichen Perspektiven.

In Herzogenburg befindet sich eine weltweit einzigartige "Kernspaltungs-Maschine". Betrieben wird sie von Michael Beitl, der 2019 das Unternehmen Kern Tec gegründet hat. Heute beschäftigt der Betrieb knapp 30 Mitarbeiter:innen und stellt aus Steinobstkernen, etwa von Marillen, Kirschen, Pfirsichen oder Zwetschken, unterschiedliche Produkte wie Pflanzendrinks, Pasten, Cremes und Öle her.

Innovation und Verantwortung

NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich im Gespräch mit Geschäftsführer Michael Beitl beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens: "KernTec zeigt, wie Innovation und Verantwortung Hand in Hand gehen. Darauf können wir in Niederösterreich stolz sein", sagte Mikl-Leitner. Zugleich betonte sie die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft: "Gleichzeitig zeigt KernTec, dass wir mit unserem Fokus auf Kreislaufwirtschaft nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch neue Wirtschaftszweige erschließen können. Genau dieser Weg sichert unseren Wohlstand für die Zukunft."

Standort mit idealen Bedingungen

Beitl unterstrich beim Pressetermin die Vorteile des Standorts Niederösterreich. Er verwies auf die Unterstützung durch Beratung und Förderungen sowie die zentrale Lage in Europa. "Niederösterreich war und ist der perfekte Standort für uns. Die Unterstützung reicht von professioneller Beratung bis hin zur Prototypen-Förderung. Außerdem spiele die gute Erreichbarkeit für Import und Export eine wichtige Rolle, so Beitl.

Von entsorgten Kernen zur neuen Nutzung

Die Idee für Kern Tec entstand 2018 bei einem Abendessen mit Obstbauern. Dabei wurde deutlich, dass Kerne von Marillen, Pfirsichen, Zwetschken oder Kirschen meist entsorgt oder lediglich als Brennmaterial verwendet werden. Recherchen zeigten, dass dieses Problem nicht nur regional, sondern europaweit besteht. Vor allem große Fruchtverarbeiter stehen vor Herausforderungen, denn pro Fabrik fallen durchschnittlich rund 2.000 Tonnen Kerne an, verbunden mit Entsorgungskosten, Schimmelgefahr und Platzmangel.

Neue Technologie ermöglicht wirtschaftliche Verarbeitung

Obwohl Obstkerne wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, war eine Trennung in Samen und Hartschale bisher technisch kaum möglich. Eine händische Verarbeitung, wie sie in manchen asiatischen Ländern praktiziert wird, wäre in Österreich nicht wirtschaftlich umsetzbar.

Kern Tec entwickelte daher eine innovative Technologie, die erstmals eine regionale und wirtschaftliche Spaltung sowie Sortierung von Pfirsich-, Marillen-, Kirsch- und Zwetschkenkernen ermöglicht.

Nachfrage steigt und Export in mehrere Länder

Seit 2020 befindet sich der Produktionsstandort der Kern Tec GmbH in Herzogenburg. Dort werden sowohl österreichische als auch europäische Kerne verarbeitet. Die Nachfrage nach den Produkten sei groß, exportiert wird mittlerweile in sieben Länder.

Von Beginn an wurde das Unternehmen außerdem durch Riz Up-Berater Robin Gerl in Bereichen wie Businessplan, Finanzierung und Wachstum begleitet.

www.kern-tec.com

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