Stadt und Tourismus investieren
Kongressstandort Innsbruck wird mit neuer Offensive international gestärkt

| Redaktion 
| 28.01.2026

Mit gezielten Maßnahmen und internationaler Ausrichtung sollen hochwertige Tagungen verstärkt in die Region geholt und die wirtschaftliche Wertschöpfung weiter ausgebaut werden.

Innsbruck Tourismus setzt gemeinsam mit der Stadt Innsbruck auch im Jahr 2026 auf gezielte Schritte zur Weiterentwicklung des Kongressstandorts. Die Kongressförderung wird erneut mit 100.000 Euro ausgestattet. Durch den Ausbau bestehender Netzwerke und eine stärkere internationale Ausrichtung sollen künftig noch mehr wertschöpfende Veranstaltungen in die Region gebracht werden.

Treffpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation

Ziel ist es, Innsbruck langfristig als wichtigen Treffpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation zu positionieren. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, betont dabei die Bedeutung solcher Veranstaltungen: "Kongresse sind weit mehr als nur wissenschaftliche Zusammenkünfte. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Wertschöpfung in der gesamten Region, insbesondere auch außerhalb der touristischen Hochsaison".

Auch Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstreicht den Stellenwert des Kongresswesens für die Stadt: "Innsbruck ist ein Ort der Ideen, der Forschung und des Austauschs. Wir stärken damit die internationale Ausstrahlung unserer Stadt und entwickeln Innsbruck als Universitäts- und Wirtschaftsstandort konsequent weiter."

Kongressförderung als Standortvorteil

Ein wesentlicher Standortvorteil sei demnach die Kongressförderung, die gezielt hochwertige und nachhaltige Tagungen unterstützen soll. Das Programm wurde 2024 von Stadt Innsbruck und Innsbruck Tourismus neu aufgesetzt und wird jährlich mit 100.000 Euro dotiert. Beide Partner tragen jeweils die Hälfte der Summe.

"Uns war es wichtig, die Kongressförderung auch in einem herausfordernden Budgetjahr weiterzuführen, denn solche Förderungen halten den Wirtschaftsmotor in Schwung", sagte Mariella Lutz, Stadträtin für Wirtschaft und Tourismus. Im vergangenen Jahr wurde der Fördertopf vollständig ausgeschöpft, für 2026 steht er erneut im vollen Umfang zur Verfügung. Damit soll ein klares Zeichen für die langfristige Weiterentwicklung und Stärkung des Kongressstandorts Innsbruck gesetzt werden.

Positive Ergebnisse

Die Bilanz des vergangenen Jahres zeige bereits die Wirkung der Strategie: 2025 wurden mehr als 30 Förderanträge eingereicht, darunter acht Großkongresse mit jeweils über 800 Teilnehmer:innen. Zu den zentralen Veranstaltungen zählten unter anderem die International Mountain Conference 2025 mit rund 1.000 Teilnehmer:innen sowie das Internationale Forum Holzbau 2025, das mit etwa 2.900 Teilnehmer:innen als europäische Leitveranstaltung für klimafreundliches Bauen und nachhaltige Architektur gilt.

"In den letzten Jahren kamen Teilnehmer:innen aus mehr als 75 Ländern nach Innsbruck, um an Tagungen teilzunehmen. Das zeigt, wie stark die Stadt als Ort des internationalen Austauschs wahrgenommen wird", so Elisabeth Mayr, Vizebürgermeisterin von Innsbruck, die die internationale Bedeutung hervorhebt. 

Nachhaltige Kongresse bleiben Schwerpunkt

Auch 2026 liegt ein besonderer Fokus auf nachhaltigen Veranstaltungen. Für sogenannte Green Meetings ist eine um 20 Prozent höhere Förderquote vorgesehen. Über die Vergabe entscheidet ein Beirat anhand klar definierter Kriterien. Voraussetzung ist unter anderem, dass eine Veranstaltung mindestens drei Tage dauert und zwei Übernachtungen in der Region beinhaltet.

Dem Beirat gehören Vertreter:innen von Innsbruck Tourismus, dem Convention Bureau Innsbruck sowie der Stadt Innsbruck an. Beratend wirken zudem Mitglieder aus Universität, Medizinischer Universität und Congress Messe Innsbruck mit.

www.innsbruck.info

www.innsbruck.gv.at

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