19. Ausgabe der Veranstaltung
Regionale Energielösungen im Fokus beim Raiffeisen NÖ-Wien Energiespartag

Im Mittelpunkt der 19. Ausgabe standen Energieberatung, Sanierung, Fördermöglichkeiten und Wohnfinanzierung.

Der 19. Raiffeisen Energiespartag in Niederösterreich und Wien stellte zentrale Fragen rund um Energieverbrauch, Sanierungsschritte, Förderungen und Wohnfinanzierung in den Fokus. Besucher:innen konnten dabei kostenlose Beratungsangebote in Anspruch nehmen, sowohl durch Expert:innen von Raiffeisen als auch durch Berater:innen der Energie- und Umweltagentur (eNu) direkt in den Raiffeisenbanken vor Ort.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf verwies in diesem Zusammenhang auf aktuelle Entwicklungen bei Energiepreisen und die Bedeutung von Einsparungen im Alltag: "Ich habe in den letzten Wochen darauf gedrängt, jetzt hat die EVN angekündigt, ihre Tarife zu senken – damit ist ein wichtiger Schritt gelungen, um das Leben wieder leichter zu machen. Am Ende zählt, was auf der Rechnung steht, und das muss weniger werden. Ein zweiter Weg, um Kosten zu sparen, heißt Energiesparen, denn die billigste Energie ist die, die man gar nicht verbraucht. Mit der Energieberatung NÖ stehen wir unseren Landsleuten dabei zur Seite, um das Leben wieder leichter zu machen. 300.000 Beratungen in den letzten Jahren zeigen, dass dieses Angebot gut angenommen wird", so Pernkopf.

Nachhaltige Entscheidungen und Wohnen hängen eng zusammen

Auch Raiffeisen NÖ-Wien betont, dass Energiefragen in vielen Fällen eng mit Wohn- und Zukunftsentscheidungen verbunden sind. Martin Hauer, Vorstand der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, sieht im Energiespartag einen Hinweis auf den hohen Informationsbedarf in der Bevölkerung: "Der Energiespartag hat gezeigt, wie groß der Informationsbedarf ist und wie eng nachhaltige Energieentscheidungen mit langfristigen Wohn- und Lebensperspektiven verknüpft sind. Unser Ziel ist es, leistbare und ganzheitliche Lösungen zu schaffen, von der Unterstützung beim Erwerb von Wohneigentum als Altersvorsorge bis hin zur nachhaltigen Modernisierung von Wohnimmobilien", Hauer. 

Energiegemeinschaften als regionaler Hebel

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Energiegemeinschaften, die Haushalte, Unternehmen und Gemeinden dabei unterstützen sollen, regional produzierten Ökostrom gemeinsam zu nutzen. Raiffeisen positioniert sich dabei als Impulsgeber für solche Modelle in der Region. Als Beispiel wird das Ybbstal genannt. "Unsere Mitglieder profitieren dreifach: Sie beziehen sauberen Strom aus der Region, sparen sich 28 Prozent der Netzkosten und unterstützen gleichzeitig eine nachhaltige Energiezukunft im Ybbstal", erklärt Georg Berger, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Ybbstal das Modell.

Biogasprojekt als Beispiel für nachhaltige Unternehmensfinanzierung

Neben Lösungen für private Haushalte spielte auch die Finanzierung nachhaltiger Energieprojekte in Unternehmen eine Rolle. Als Vorzeigeprojekt nennt Raiffeisen die Biogasanlage der Fuchsluger GmbH in Aschbach. Diese nutze ausschließlich regionalen Biomüll und Grünschnitt zur Produktion von Biogas. Dort sollen jährlich 15 bis 18 Gigawattstunden Biogas erzeugt werden. Damit könnten rund 1.200 Haushalte versorgt und etwa 5.200 Tonnen CO₂ eingespart werden, so die Raiffeisen NÖ-Wien. 

"Wir zeigen mit diesem Projekt, dass nachhaltige Kreislaufwirtschaft heute technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist", sagt Geschäftsführer Florian Fuchsluger und betont dabei die Umsetzung solcher Konzepte. 

www.raiffeisen.at/noew

www.enu.at

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