201 Euro Handelsausgaben pro Besucher
Ballsaison erweist sich auch 2026 als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Trotz angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleiben Bälle ein relevanter Impulsgeber für den Handel. Laut aktuellem Consumer Check des Handelsverbands planen 17 Prozent der Österreicher:innen, heuer zumindest eine Tanzveranstaltung zu besuchen.

Die Ballsaison ist in Österreich weiterhin fest verankert. Laut der vom Handelsverband beauftragten Studie von Reppublika Research & Analytics wollen heuer rund 17 Prozent der Bevölkerung zumindest einen Ball besuchen. Die durchschnittlichen Ausgaben für ballbezogene Einkäufe liegen bei 201 Euro pro Kopf. Nicht inkludiert sind dabei Kosten für Ballkarten, Anreise oder Konsumation vor Ort. Für den Handel bedeutet das eine relevante Nachfrage über mehrere Warengruppen hinweg. "Die Ballsaison ist kein Luxus-Phänomen, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit regionaler Breitenwirkung, vom Modehandel über den Schuhfachhandel bis zur Parfümerie", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

Mode und Styling im Fokus der Ausgaben

Fast jede:r Zweite, der einen Ball besucht, plant gezielte Einkäufe im Vorfeld. Besonders gefragt sind Abendkleidung wie Kleider, Anzüge oder Tracht, dazu Schuhe, Schmuck und Accessoires. Ergänzt wird der Warenkorb durch Kosmetik- und Stylingprodukte. Auffällig ist die große Spannbreite bei den Ausgaben. Während der Median bei rund 100 Euro liegt, investieren einzelne Ballgäste deutlich höhere Beträge, etwa für aufwendige Ballroben. Daraus ergibt sich der Mittelwert von 201 Euro. "Gerade der stationäre Fachhandel profitiert hier von persönlicher Beratung, Qualität und kurzfristiger Verfügbarkeit. Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber internationalen Plattformen", betont Will.

Beliebte Bälle und regionale Unterschiede

Besonders hoch im Kurs stehen heuer Faschings- und Maskenbälle, die 31 Prozent der Ballbesucher:innen anziehen. Dahinter folgen Schul- und Universitätsbälle mit 28 Prozent sowie Bauernbälle mit 21 Prozent. Auch Bälle von Einsatzorganisationen und regionalen Institutionen spielen mit jeweils knapp 20 Prozent eine wichtige Rolle. Regional betrachtet sind die Steiermark und Kärnten mit jeweils 19 Prozent die tanzfreudigsten Bundesländer. In Wien planen 17 Prozent der Befragten einen Ballbesuch, ebenso viele in Oberösterreich und Salzburg. Tirol und Vorarlberg liegen mit 16 Prozent knapp darunter, während Niederösterreich und das Burgenland mit 14 Prozent unter dem Österreich-Schnitt bleiben.

Gen Z als stärkste Ballgeneration

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich im Generationenvergleich. Besonders ballaffin ist die Gen Z im Alter von 18 bis 28 Jahren. In dieser Gruppe wollen 41 Prozent fix zumindest einen Ball besuchen. Bei den Millennials sind es nur 16 Prozent, bei der Generation X 14 Prozent. Am geringsten ist das Interesse bei den Babyboomern und Golden Agers, von denen lediglich acht Prozent einen Ballbesuch planen. Für den Handel bedeutet das eine klare Verschiebung hin zu jüngeren Zielgruppen, insbesondere bei Mode, Schuhen und Kosmetik.

www.handelsverband.at

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