Am 8. Jänner hat die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien zu einem Pressegespräch ins Raiffeisenhaus Wien geladen, um den neuen Weg ihres Engagements für Kunst und Kultur zu präsentieren. Als Genossenschaft übernehme die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien gesellschaftliche Verantwortung – auch im Kulturbereich. Ihr Bemühen zeige sich dabei unter anderem in der Förderung und Unterstützung von Künstler:innen, aber auch in der Kunstsammlung, deren Ursprung in den 1950er-Jahren liegt und die sich durch ihren heterogenen Charakter auszeichne. Nun, so die Verantwortlichen, finde eine aktive angestrebte Zäsur in der Rolle der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien als Partnerin von Kunst und Kultur statt.
Kunst für die breite Öffentlichkeit
Wie beim Pressegespräch verkündet, sei der Startschuss für die Neupositionierung bereits gefallen, und zwar durch die Erarbeitung eines Bildbandes zu den im Raiffeisenhaus Wien vorhandenen Kunstwerken. "Mit der Publikation ist es gelungen, einen repräsentativen Ausschnitt mit über 200 Werken unserer Sammlung zu schaffen, die auch vom langjährigen Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Christian Konrad, geprägt ist", erklärte Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien.
Als Bestandteil des neuen Weges als Förderin der Kunst plant man die Öffnung der Sammlung gegenüber einer breiten Öffentlichkeit. "Ein erstes sichtbares Zeichen wird die Ausstellung einiger unserer Exponate im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels im April 2026 sein", so Hameseder weiter. "Unsere Werke leisten einen Beitrag, Menschen miteinander zu verbinden, und das sehen wir als Teil unseres genossenschaftlichen Auftrages."
Mehr als eine Kunstsammlung
Klar sei dabei, dass man nicht nur einfach Kunstwerke sammeln möchte, sondern dass der Fokus darauf ausgerichtet ist, das Engagement, das Fördern und Unterstützen von Kunst gemeinsam mit der Galeristin Lisa Kandlhofer und dem langjährigen Museumsdirektor Carl Aigner auf ein neues Level zu heben und innovative künstlerische Schwerpunkte mit Mut zu setzen.
"Wir denken unser Engagement im Kunstbereich neu, wir professionalisieren und intensivieren unsere Aktivitäten. So wie wir das in anderen Innovationsbereichen machen, so machen wir das auch in der Kunst mit renommierten Partnern und Experten. Mit Lisa Kandlhofer und Carl Aigner starten wir ein kuratiertes Ankaufsprogramm, das auf langfristige Relevanz, klare Inhalte und eine strategisch geführte Sammlungsausrichtung setzt", hob Michael Höllerer, der Generaldirektor Raiffeisen NÖ-Wien, hervor, für den die Ambitionen im Kunstsektor auch mit Verantwortung zu tun haben. "Als Genossenschaft leben wir die gesellschaftliche Verantwortung. Wir machen das auch dann, wenn die Zeiten nicht so leicht sind. Während andere ihr kulturelles Engagement zurückfahren oder sich ganz zurückziehen, gehen wir bewusst den anderen Weg, verstärken unsere Aktivitäten und schaffen damit immaterielle und materielle Werte." Der langjährige Museumsdirektor Carl Aigner ergänzte: "Kunstsammlungen sind nicht nur ästhetische Schätze, sondern vermögen auch innovative 'Bildungsinstitutionen zu sein'."
Szene in Niederösterreich und Wien
Das neue Sammlungsprofil soll mehrere Stoßrichtungen haben und zielt auf die Szene in Niederösterreich sowie Wien ab. Das Hauptaugenmerk liege auf jungen und Mid-Career-Künstler:innen mit regionaler Verankerung und internationalem Potenzial. Zugleich soll das gesamte Bundesgebiet für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Playing Field sein, mit Fokus auf Performance-Kunst und performativen Strategien in Malerei, Fotografie, Video und Installation.
Die Neigung zur Performance-Kunst ergibt sich bei der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien dabei nicht zufällig, sondern vielmehr aus der in Österreich historisch verankerten Tradition heraus – mit internationaler Relevanz und namentlich untrennbar mit Hermann Nitsch, Valie Export und Günter Brus verbunden. "Es ist mir eine große Freude, die neue Kunstsammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mitgestalten zu dürfen. Besonders freue ich mich über die Möglichkeit, einen Schwerpunkt auf Performance einzubringen, ein Feld, das mir persönlich sehr am Herzen liegt", so Kandlhofer.
Teil der Identität
Abschließend betonten Höllerer und Hameseder: "Unser Engagement generiert einen profilierten und eigenständigen Sammlungsschwerpunkt, der im österreichischen Kontext einzigartig positioniert ist. Wir freuen uns auf diesen neuen Weg, den wir als Bekenntnis zu Innovationsgeist, kulturellen Anstrengungen und regionaler Verwurzelung, sowie als Ausdruck unserer Raiffeisen-Identität sehen."
Einen Eindruck vom Pressegespräch können Sie sich mittels Galerie verschaffen.
www.raiffeisenholding.com
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