Gastspiel
Oper trifft Hollywood: Cecilia Bartoli und John Malkovich an der Wiener Staatsoper

| Gerhard Krispl 
| 04.07.2024

Cecilia Bartoli und die Opéra de Monte-Carlo sind mit Barochissimo Gast im Haus am Ring.

Die Staatsopern-Spielzeit 2023/2024 geht in die Verlängerung: Nach dem fulminanten und vom Publikum bejubelten Rossini Mania-Gastspiel 2022 begrüßt das Haus am Ring ab dem 6. Juli 2024 erneut Cecilia Bartoli und die Opéra de Monte-Carlo. Barocchissimo heißt das diesjährige Programm, zu erleben sind Händels Giulio Cesare in Egitto, Their Master's Voice – ein dem Gender-Thema gewidmeter Abend, an dem Cecilia Bartoli mit Hollywood-Star John Malkovich auftritt, sowie der Galaabend Farinelli & Friends.

"Das Feuerwerk, das wir mit Rossini Mania entfachten, wird schwer zu übertreffen sein. Aber mit Unterstützung aus Hollywood und einem Barockopern-Taumel, wie er im 18. Jahrhundert – mit der Musikhauptstadt Neapel an der Spitze – Europa erfasste, versuchen wir die Staatsoper auch 2024 wieder zu (ba)rocken", so Cecilia Bartoli über Barocchissimo.

Staatsoper Barocchissimo
Cecilia Bartoli Giulio Cesare in Egitto: Im Haus am Ring erklang diese Oper seit fast 65 Jahren nicht mehr – eine einzigartige Gelegenheit also, auch an der Staatsoper dieses Barockjuwel in einer außerordentlichen Produktion zu erleben. © OMC - Marco Borrelli

Giulio Cesare in Egitto

In der Inszenierung von Davide Livermore und unter Gianluca Capuanos musikalischer Leitung präsentiert ein funkelndes Ensemble jene Oper, die gleich bei ihrer Uraufführung 1724 im Londoner King's Theatre gefeiert wurde. Es singen Cecilia Bartoli (Cleopatra), Max Emanuel Cenčić (Tolomeo), Kangmin Justin Kim (Sesto) sowie in ihren Hausdebüts Carlo Vistoli (Giulio Cesare), Sara Mingardo (Cornelia), Péter Kálmán (Achilla), Federica Spatola (Nireno) und Luca Vianello (Curio).

Musik & Gender

Im Rahmen des Gastspiels fand außerdem am 30. Juni ein Symposium zum Thema "Musik und Gender" in der Wiener Staatsoper statt, ergänzend dazu gab es am 26. Juni einen Projekttag zu diesem Thema für Schülerinnen und Schüler, ein gemeinsames Projekt von Musikvermittlung passwort:klassik der Wiener Philharmoniker sowie Sounds & Science, mit Unterstützung von Studierenden der MedUni Wien und der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.

"Den Begriff Gender mögen viele Opernfans wahrscheinlich nicht mehr hören. Aber in der barocken Oper war das Gendern – teils sinnlich, teils grausam – ganz normal: Sopranistinnen sagen Männerpartien, junge Kastraten die Rolle der Liebhaberin, und das Publikum verfiel dem verwirrenden Spiel. Vielleicht hat das Wiener Publikum ja ebenso sehr wie wir Lust auf diese gender-erotische Reise zu Farinelli & Co", so Cecilia Bartoli, die sich mit dem Thema Gender in diesem Gastspiel auseinandersetzt.

www.wiener-staatsoper.at

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