Facebook muss in Österreich 9,6 Millionen Euro Strafe zahlen

Der Grund dafür ist eine der größten Suchmaschinen im Web.

Facebook muss in Österreich eine Strafe in der Höhe von 9,6 Millionen Euro zahlen. Grund für die Misere ist die Übernahme des Internetdienstes Giphy, die im Mai 2020 über die Bühne ging. Facebook hat den Kauf aber nicht der hiesigen Kartellbehörde gemeldet. Aufgrund der seit 2018 existierenden Transaktionswertschwelle hätte der Zusammenschluss gemeldet werden müssen.

Diese wurde vier Jahre zuvor eingeführt, weil Facebook WhatsApp 2014 ohne Prüfung der Kartellwächter übernehmen konnte. Das Kartellrecht zielte damals nur auf Umsätze ab. Bei kostenlosen Diensten wie WhatsApp oder Giphy greift dies zu kurz.

Wann muss gemeldet werden?

Eine Übernahme muss gemeldet werden, wenn im Land ein bestimmter Mindestumsatz erzielt wird, das Zielunternehmen "in erheblichem Umfang" im Inland tätig ist oder der Wert der Übernahme 200 Millionen Euro überschreitet, so die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Facebook hat die Angemessenheit der von der BWB beantragten Geldbuße in Höhe von 9,6 Millionen Euro anerkannt.

 400 Millionen Dollar

Die Integration von Giphy in die Facebook-Apps soll unterstützen, "wie die Menschen visuelle Kommunikation nutzen, um sich zu verbinden." 400 Millionen Dollar seien Medienberichten zufolge dafür hingeblättert worden. Facebook nutzt Giphy bereits seit längerem für Instagram, Facebook, Messenger und Whatsapp. Diese Nutzung mache schon jetzt die Hälfte des Traffics von Giphy aus, teilte Facebook bei der Übernahme mit. (jw)

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