Unter dem Motto "Lieber leiser in die Zukunft – als laut ins Out!" fordert der Zweiradhandel unter Harley-Papst und Branchensprecher Ferdinand O.Fischer den Stopp der Repressalien gegen motorisierte Zweiräder in Österreich und präsentiert seine neue gleichnamige Kampagne mir prominenter Unterstützung.
"Seit 2020 sehen sich der motorisierte Zweiradhandel und mit ihm 850 000 Zweirad-Besitzer in Österreich mit zunehmenden Repressalien konfrontiert. Einerseits rufen Streckensperrungen in Tirol Unmut hervor, andererseits die erneute Erhöhung der Steuerlast aufgrund der neuen NoVA-Bestimmungen", so Fischer, welcher die Forderungen auf vier Punkte herunterbricht:
1. Fahrverbote in Tirol stehen kurz vor der Verlängerung
Trotz Gesprächen mit der Politik gebe es bis dato keine Einsicht darüber, dass die Einführung einer 95 dB-Grenze des Standgeräuschs ein völlig untaugliches Mittel zur Lärmreduzierung darstellt, weil das Standgeräusch keine Rückschlüsse auf das Fahrgeräusch zulässt, so die Zweiradhändler. Trotzdem halte Tirol, insbesondere die Stellvertreterin des Landeshauptmanns, Ingrid Felipe, daran fest und die Verlängerung der Maßnahme in die Saison 2021 stehe unmittelbar bevor. "Das ist für den Zweiradhandel und die zehn Prozent der Österreicher, die ein Zweirad besitzen, eine nicht zu akzeptierende Maßnahme", so Zweiradhandelssprecher Fischer.
2. NoVA-Erhöhung für Zweirad-Kunden "unverhältnismäßig"
Das gleiche gelte für die erneute Erhöhung der NoVA unter dem Deckmantel des Umweltschutzes. Vollkommen unverständlich, verursacht doch das motorisierte 2Rad im Durchschnitt nur ca. die Hälfte des CO2-Ausstoßes eines Autos, braucht ein Viertel der Parkplätze und verursacht keine Staus. "Deshalb sollte die Politik gerade aus Umweltgründen das Zweirad fördern und nicht behindern", so Fischer. Außerdem ist es nicht zu akzeptieren, dass Österreich europaweit nach Dänemark die zweithöchsten Steuern von den Zweirad-Kunden kassiert und im selben Atemzug den gleichen Menschen das Benutzen des teuer erworbenen 2Rades auf bestimmten Strecken verbietet.
3. Start der Promi-Kampagne "Lieber leiser in die Zukunft – als laut ins Out!"
"Die Branche anerkennt ihrerseits aber auch das Bedürfnis der Bevölkerung nach Reduzierung des Lärms in unserer Gesellschaft", versichert Fischer. Sie sei daher bereit, mit einer am Montag präsentierten Promi-Kampagne zu demonstrieren, dass es ihr Ernst damit ist, auch einen eigenen Beitrag zur Bewusstseinsänderung der Motorradcommunity zu leisten. Die Kampagne steht unter dem Motto: "Lieber leiser in die Zukunft – als laut ins Out!" Unterstützt wird die Kampagne unter anderem von Hans Knauß, Gustl Auinger, Wolfgang Böck, Gregor Seberg, Andrea Kdolsky, Alex List, Dominic Heinzl, Reinfried Herbst, Heinz Kinigardner, Harry Prünster und einigen anderen mehr.
Die Zweirad-affinen Promis richten sich mit Videobotschaften an die Biker vom Gas zu gehen, aber auch an die Politik, ihre Verbote zurückzunehmen. Das Posting der Videos erfolgt jeweils Sonntag um 18.00 Uhr (beginnend am kommenden Sonntag mit dem Clip von Hans Knauß, Anm.), Dienstag 20.00 Uhr und Donnerstag ebenfalls um 20.00 Uhr unter diesem Link.
4. Der Slogan richtet sich nicht nur an die Biker, sondern auch an die Hersteller
Die Industrie müsse beginnen, Motorräder mit geringerer Lautstärke zu bauen, so der Zweirandhandel. Das betreffe nicht die Drehzahlbereiche, in denen die gesetzlichen Messungen stattfinden – dort seien die Bestimmungen zum Teil sogar zu weitgehend, so der Standpunkt der Zweiradhändler – gemeint sind die Drehzahlbereiche abseits der reglementierten Bereiche. Hier müsse eine freiwillige Beschränkung stattfinden, denn auch für die Hersteller gelte: "Lieber leiser in die Zukunft – als laut ins Out!", so die Zweiradhändler unter Fischer.
"Alle Beteiligten, also Industrie, Motorradcommunity inclusive Motorradhandel und Politik, müssen ihren Beitrag leisten. Nur dann wird eine Branche, die inklusive der Wertschöpfung 0,89 Prozent zum BIP beiträgt, die 41 000 Menschen Arbeit gibt und 850 000 Zweirad-Besitzer mit Zweirädern versorgt und sie serviciert, eine Zukunft haben und Österreich eine umweltschonende Mobilitätsalternative", so Fischer abschließend. (red)
www.wko.at
www.harley-davidson-wien.at
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