Burda legt alle deutschsprachigen Verlagsaktivitäten zusammen

"Focus", "Bunte" und "Elle" werden mit Jänner 2021 unter dem Namen "Burda Verlag" zu einer publizistischen Einheit.

Umfassende Umstrukturierungen bei einem der größten deutschen Medienkonzerne: Hubert Burda Media, zu dem unter anderem große Magazinnamen wie die Bunte, das Focus Magazin oder das Frauenmagazin Elle gehören, der jährlich den "Bambi" Award präsentiert und bis ins vergangene Jahr auch die Lizenz für den deutschen Playboy innehatte, legt intern Bereiche zusammen. Ende vergangener Woche teilte das Unternehmen mit, dass der Konzern mit 1.Jänner 2021 "alle deutschen Verlagsaktivitäten zu einer publizistischen Einheit" zusammenlege,  "um mit seinem journalistischen Kerngeschäft in Deutschland wachsen zu können".

"Zukunftsprogramm Burda Verlag" vereint BurdaStyle und BurdaNews

Die neue Dach-Einheit aller deutschen publizistischen Aktivitäten wird unter dem Namen "Burda Verlag" geführt werden. Sie bündelt Segmente wie BurdaStyle und BurdaNews, die zusammen mehr als 160 gedruckte und digitale Produkten auf dem deutschen Markt vertreiben. In der neugegründeten Einheit sind beziehungsweise werden rund 1.800 Mitarbeiter tätig sein. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass es sich nicht um ein Restrukturierungsprogramm handle, um etwa Stellen einzusparen, sondern vielmehr um ein Zukunftsprogramm.

Auch digitaler Publisher-Bereich wird verändert

Burda-Vorstand Philipp Welte leitet die Organisation. Hubert Burda Media hat nach eigenen Angaben 33 Millionen Zeitschriftenleser pro Monat in Deutschland. Das Unternehmen verändert auch seinen digitalen Publisher-Bereich BurdaForward. Mit crossfunktionalen Teams wolle man stärker auf Nutzer und Werbekunden eingehen, hieß es. Zum Bereich zählen etwa Focus Online, Chip und künftig auch Bunte Online, TV Spielfilm Online und Fit for Fun Online. Rund 650 Mitarbeiter sind im Segment beschäftigt.

Im Burda-Vorstand verantworten das publizistische Geschäft Vorstandsvorsitzender Paul-Bernhard Kallen (primär BurdaForward) und Welte (primär Burda Verlag) nach Unternehmensangaben gemeinschaftlich. Neben den publizistischen Produkten hat der Konzern Standbeine mit digitalen Plattformen wie das Businessportal Xing und ein internationales Investmentgeschäft. Der Gesamtumsatz lag 2019 bei rund 2,8 Milliarden Euro. (red)

www.burda.com

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