6,5 Quadratmeter "Wohnung" kostet 134.000 Euro

Das Klo befindet sich im Schrank.

Ein 6,5 Quadratmeter Zimmer, als Studio bezeichnet, sucht wie Heute berichtet aktuell einen Käufer. 134.000 Euro muss man für die Tiny Wohnung hinblättern, dafür bekommt man ein Hochbett, eine Kochnische und eine Toilette in einem Schrank. Diese ist aber nicht an den Kanal angeschlossen, sondern wird lediglich mit einem Häcksler bedient.

Für das alles soll spätestens die Top-Lage und der Blick auf Kathedrale Notre-Dame und Eiffelturm entschädigen. Das Studio ist nämlich in Paris, wo die Wohnungspreise gerade unbegreifliche Höhen erreichen.

Immoblase

Der durchschnittliche Kaufpreis für einen Quadratmeter Wohnraum in Paris ist im vergangenen Jahr erstmals auf mehr als 10.000 Euro gestiegen. Vor zehn Jahren wurde der Pariser Quadratmeter nach Angaben der Notare noch für rund 6.000 Euro verkauft.

Der Euroraum ist dem Global Real Estate Bubble Index zufolge die Region mit den meisten überhitzten Wohnungsmärkten. Die stärksten Warnsignale zeigen laut der UBS-Expertise München und Frankfurt. Unmittelbar darauf folgen Paris und Amsterdam, für die ebenso wie für die beiden deutschen Städte ein Blasenrisiko besteht. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich nicht sagen, inwieweit sich höhere Arbeitslosigkeit und düstere Aussichten für die Haushaltseinkommen auf die Wohnungspreise auswirken werden. Klar ist jedoch, dass die derzeitige Beschleunigung auf kurze Sicht nicht nachhaltig ist. Die Mieten sind in den meisten Städten bereits zurückgegangen. Das spricht dafür, dass wahrscheinlich eine Korrekturphase einsetzt, wenn die Subventionen auslaufen und der Druck auf die Einkommen steigt", kommentiert Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management.

Die teuersten Mieten und Lebenshaltungskosten der Welt

Eine Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Economist Intelligence Unit hat Paris neben Singapur und Hongkong die teuersten Mieten und Lebenshaltungskosten weltweit. (jw)

www.century21.fr

leadersnet.TV