Warum der Wiener Dompfarrer 2.000 Euro für eine Damenstimme zahlt

Christian W. Mucha startete Aktion zur Unterstützung von Künstlern in der Coronakrise – Toni Faber griff als einer der Ersten in die Tasche.

Auch wenn wir uns das Leben, wie wir es vor Corona kannten, in manchen Bereichen teilweise zurückerobern können: es gibt es einige Wirtschaftszweige, die nach wie vor im Argen liegen. Auf unbestimmte Zeit sind Kunst und Kultur genauso wie die Eventbranche so gut wie komplett gelähmt. Um heimischen Künstlern in diesen schwierigen Zeiten Unterstützung zu bieten, hat nun Verleger Christian W.Mucha einen, wie er selbst erklärt, "nächtlichen Geistesblitz" in die (Wohl-)Tat umgesetzt:  "Um 4 Uhr ist es mir eingefahren wie ein Blitz", erzählt Mucha unseren Kollegen von Heute.

Stein des Anstoßes der Wunsch seinem Freund, dem Sänger Andy Lee Lang, zu helfen, der aktuell keine Auftritte geben kann und dadurch natürlich auch um sein Einkommen umfällt. Herausgekommen bei dem wochenlangen Brainstorm ist die Idee "Soundlifting für ihr Telefon", wie Mucha die Aktion nennt. Und dabei geht es um Folgendes: Da in der Krise so viele Menschen wie nie im Homeoffice arbeiten und die Büros leer bleiben, brauchen Firmen neu besprochene Anrufbeantworter oder Warteschleifen. Da biete es sich laut Muchas Geistesblitz doch an, dass die Unternehmen Künstlerinnen und Künstler buchen, die ihre Mailbox mit prominent-wohklingenden Tönen besprechen oder besingen. Als Honorar für diesen Dienst erhalten die Künstler 1.000 Euro, ohne Abschläge. "Die Politik hat hier versagt und ich kümmere mich", kommentiert Mucha.

Doppelte Hilfe vom Dompfarrer

Dompfarrer Toni Faber gefällt diese Aktion offenbar sehr gut, und sagte seine Hilfe zu – und zwar gleich doppelt. Er lässt die offizielle Tonbandansage der Dompfarre und sein privates Handy von Kabarettistin Nina Hartmann verschönern, dafür nimmt er 2.000 Euro in die Hand. "Ich freue mich, hier einen Beitrag zu einer schrittweisen Rückkehr in eine Normalität zu leisten, bei der natürlich ein Leben ohne Kultur und Religion nicht vorstellbar ist", so Faber. Auch die Musikverwertungsgesellschaft AKM hilft und verzichtet bis Ende des Jahres auf ihr Recht am gesungenen Wort. "Ich möchte 100.000 Euro schaffen und bin schon in Kontakt mit vielen Firmen und Künstlern wie Mimin Adriana Zartl und Sängerin Monika Ballwein", so Mucha. Entertainer Lee Lang hat seine ersten zwei Tausender schon bei Wolfgang Cyrols "Neuro Socks" verdient. 

Wer sich auch Muchas "Soundlifting" für sein Telefon bestellen und heimischen Künstlern helfen möchte, kann sich unter christian@mucha.at melden. (red)

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