"Durch nachhaltiges Wirtschaften entstehen neue Geschäftsfelder – diese sind von uns Werbern zu nützen"

Günther Hofer, Obmann der WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, im Interview zum "Goldenen Hahn" und das "Geheimnis nachhaltiger Werbung".


Der 43. Niederösterreichische Landeswerbepreis folgt 2020 dem Motto "Nachhaltiges Wirtschaften als Motor der Zukunft". Verliehen werden die Goldenen Hähne auf der Gala am Dienstag, 23. Juni 2020, im Casino Baden. Einreichende ist der 21. Februar 2020, 23:59 Uhr. LEADERSNET hat den Chef der niederösterreichischen Werber, Günther Hofer, zum Kurzinterview gebeten.

LEADERSNET: Warum wurde für den 43. Niederösterreichischen Landeswerbepreis das Motto "Nachhaltigkeit als Motor der Wirtschaft" gewählt?

Hofer: Da sich Werbung immer mit den großen Zukunftsthemen beschäftigt, haben wir uns für dieses Motto entschieden. Die 3.600 Werbeagenturen des Landes Niederösterreich wollen mit ihrer Kreativität einen Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften, aber auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, leisten. Natürlich wird der heurige Landeswerbepreis selbst auch als Nachhaltigkeitsevent durchgeführt.

LEADERSNET: Was stellt für Sie den Markenwert des neuen Jahrzehnts dar?

Hofer: Für mich ist es ganz klar die Kreativität. In unserer Gesellschaft, in der vielfach hohe ökonomische Standards zählen, ist Kreativität in der Wirtschaft eines der möglichen Unterscheidungsmerkmale. Immer 'gleichere' Produkte können sich mittels kreativer Werbedienstleistungen auch künftig unterscheiden. Wer nachhaltige Kreativität beherrscht, ist anders, hat die Zeichen der Zeit erkannt und hat das Potential, erfolgreich zu sein.

LEADERSNET: Wie ist man für die Zukunft bestens aufgestellt?

Hofer: Ressourcenschonung und auf die eigene Gesundheit zu achten, macht uns stark für die Zukunft. Nachhaltigkeit beginnt bei einem selbst – im Privat- und im Berufsleben. Nachhaltiges Handeln und ein chilliges Lebensgefühl müssen dabei aber keinesfalls Gegensätze sein. Wenn die niederösterreichische Kreativwirtschaft den nötigen Schritt zum nachhaltigen Wirtschaften im Lichte des dramatischen Klimawandels für die eigene Positionierung nützen kann, so ist dies eine visionäre Vorreiterrolle. Aber auch Produkte und Dienstleistungen, die unsere Nachhaltigkeitskrise hervorbringen wird, geschickt zu nutzen, birgt immense Chancen.

LEADERSNET: Wo liegen aktuell die Herausforderungen und Aufgaben der Kreativwirtschaft?

Hofer: Es gilt, wie eben schon erwähnt, die neuen infrastrukturellen Maßnahmen sowie Produkte und Dienstleistungen kommunikativ geschickt für sich zu beanspruchen. Das heißt, es ist die Aufgabe der Kreativwirtschaft, sich heute zu überlegen, wie Nachhaltigkeitsmaßnahmen, ‐dienstleistungen und ‐produkte vermarktet werden können und so zu internationalen Trendsettern avancieren. Durch nachhaltiges Wirtschaften entstehen neue und lukrative Geschäftsfelder – diese sind von uns als Werbewirtschaft zu nützen.

LEADERSNET: Welche Themen hat die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation heuer konkret auf der Agenda?

Hofer: Kreativität ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und hat einen hohen Wert. Fast könnte man sagen, Kreativität ist der Treiber für Nachhaltigkeit. Wir als Fachgruppe setzen uns weiterhin dafür ein, dem Handwerk Werbung und Kommunikation einen stärkeren Stellenwert zu verleihen. Wir tragen dem Branchenwandel Rechnung und arbeiten gemeinsam an tragfähigen Geschäftsmodellen für die Kreativbranche. Ein weiterer wichtiger Punkt für uns sind Kooperationen. Denn ein aktives Miteinander der Kreativdienstleister bewirkt eine Entlastung für den Einzelnen und bedeutet für die Kunden ein noch besseres Angebot. Zudem unterstützen wir unsere Mitglieder bei rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Themen und fördern die Aus- und Weiterbildung.

www.werbemonitor.at/de/goldener-hahn

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