Auch BMW setzt den Sparstift an

Der bayrische Autokonzern verzichtet auf Kündigungen, dafür wird die Erfolgsbeteiligung gestrichen.

Nur einen Tag nach Audi (LEADERSNET berichtete) hat am Mittwoch auch der Autobauer BMW ein Sparpaket vorgelegt. Doch während die Ingolstädter angekündigt haben, dass sie 9.500 Stellen streichen werden, will BMW auf Kündigungen verzichten. Dafür werde die Erfolgsprämie für die Mitarbeiter um knapp 20 Prozent sinken, wie das Unternehmen im Anschluss an eine Betriebsversammlung mitteilte.

"Wir haben gemeinsam mit dem Betriebsrat eine solidarische Lösung erzielt. Damit können wir auf drastische Maßnahmen verzichten, die andere gerade ergreifen, um ihre Kosten zu senken", so BMW-Chef Oliver Zipse. Der Gesamtbetriebsratvorsitzende Manfred Schoch ergänzte, dass es gelungen sei, die "einzigartige Erfolgsbeteiligung" langfristig abzusichern.

Kosten sollen um zwölf Milliarden Euro gesenkt werden

Nach der neuen Formel hätte ein typischer Bandarbeiter der Tarifstufe ERA 5 laut BMW für das vergangene Jahr nicht mehr 9.100 Euro, sondern 7.600 Euro erhalten. Zudem müssen Mitarbeiter, die freiwillig 40 statt 35 Stunden arbeiten, finanzielle Einbußen hinnehmen. Ihr Weihnachtsgeld und die Erfolgsbeteiligung werden nicht mehr auf Basis ihres 40-Stunden-Einkommens, sondern der 35-Stunden-Woche berechnet.

Die Kürzungen sind Teil des Sparpakets "Next", mit dem BMW die Kosten bis 2022 um mehr als zwölf Milliarden Euro senken und die Ertragskraft stabilisieren will, um die Investitionen in neue Elektroautos zu garantieren. Der Sparkurs sieht auch eine Verringerung der Zahl der Zeitarbeitskräfte und einen Personalabbau in der Verwaltung vor. Die Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2020. Sie betreffen rund 90.000 Mitarbeiter. (as)

www.bmwgroup.com

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