Austrian Power Grid will mit Innovationen die "Grenzen der Physik neu definieren"

Der Stromnetzbetreiber arbeitet daran, erneuerbare Energie intelligent in das Stromsystem zu integrieren.

Der Klimawandel geht uns alle an: auch Stromnetzbetreiber wie Austrian Power Grid (APG). Denn die klima- und energiepolitischen Zielsetzungen stellen das Übertragungsnetz sowie das gesamte Energiesystem vor neue Herausforderungen.

Netzausbau alleine nicht ausreichend

"Die APG arbeitet bereits heute aktiv daran, erneuerbare Energie intelligent in das Stromsystem zu integrieren", erklärt Gerhard Christiner, APG Vorstand anlässlich einer Pressekonferenz. "Dabei ist die hohe Qualität der Versorgungssicherheit unser Fundament."

APG Vorstand Thomas Karall ergänzt: "Mit Netzausbau alleine – der natürlich unverzichtbar ist – kann die Komplexität der Energiewende aber nicht gemanagt werden. Dafür braucht es in vielen Bereichen Innovationen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern vorantreiben."

© APG/Rudi Fröse
Thomas Karall und Gerhard Christiner © APG/Rudi Fröse

Im Kern gehe es darum, das Energiesystem so flexibel zu machen, dass erneuerbare Energie trotz ihrer Volatilität jederzeit genutzt werden könne. "Bei unseren Innovationen, mit denen wir die Grenzen der Physik neu definieren, spielen digitalisierte und vernetzte Systeme für ein systemdienliches Management von Flexibilitäten eine zentrale Rolle", ist Christiner überzeugt.

Forschung und Entwicklung als Schlüssel

Deshalb seien Forschung und Entwicklung der Schlüssel, um die Versorgungssicherheit auch in der neuen Energiewelt für Österreich zu garantieren, erklärt Karall. Um die Grenzen der Physik neu zu definieren, arbeitet und forscht APG gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology und dem Klima- und Energiefonds an Lösungen für eine nachhaltige Strominfrastruktur.

"Wir arbeiten als Innovationspartner mit den Unternehmen an der Konzeption bis zur Umsetzung einer nachhaltigen Energieinfrastruktur – gestützt auf eine einzigartige Laborinfrastruktur am AIT und auf dem Know-how unserer international aktiven Forscher", sagt Wolfgang Hribernik, Head of Center for Energy des AIT Austrian Institute of Technology.

Dekarbonisierung der Industrie vorrangig

Der Klimawandel zeige jedoch den dringenden Bedarf für ein weiteres Forschungsfeld auf – die Dekarbonisierung der Industrie. Hribernik: "Hier kommt eine weitere große Herausforderung auf die Strominfrastruktur zu – nämlich die industrielle Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Mit fast einem Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Österreich ist die Industrie, neben dem Verkehr und der Mobilität, eine entscheidende Größe."

Deshalb will man zukünftig in Zusammenarbeit mit Übertragungsnetzbetreibern in großen Demoprojekten systemische und technische Lösungen entwickeln, um Flexibilitäten im Stromnetz aus dem industriellen Sektor zu nutzen.

Dringlichkeit zu agieren

"Die Dringlichkeit zu agieren liegt auf der Hand: Energieinfrastruktur muss rasch zukunftsfit gemacht werden. Dabei zeichnen sich zwei Stoßrichtungen ab: ein 100 Prozent erneuerbares Energiesystem und die Anpassung an den Klimawandel", erläutert Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds. "An beidem arbeiten wir, indem wir österreichische Unternehmen beim Innovationsprozess von der Technologieentwicklung bis hin zur Markteinführung in einem ganzheitlichen Ansatz unterstützten. Es braucht gemeinsames Handeln und ambitioniertes Budget für Energieinnovationen 'made in Austria'." (red)

www.apg.at

www.klimafonds.gv.at

www.ait.ac.at

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