Diagnose Krebs und der harte Weg zurück ins Arbeitsleben

Martina Hagspiel im Interview über Brustkrebs.

Martina Hagspiel kennt beide Seiten: Zehn Jahre sprach sie als Versicherungsmaklerin mit ihren Kunden auch über das Risiko einer Berufsunfähigkeit, bis sie schließlich selbst an Brustkrebs erkrankte. Martina Hagspiel ist ein Kurvenkratzer. Sie ist eine von acht Frauen, die einmal in ihrem Leben an Brustkrebs erkranken. Aber obwohl sie viele Jahre mit ihren Kunden über Berufsunfähigkeit sprach, waren auch ihr die Problematik der Wiedereingliederung und der Langzeitfolgen nicht bewusst. Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich, spricht mit ihr über ihre eigenen Erfahrungen.

Michael Miskarik: Martina, Dir war das Thema der Berufsunfähigkeit aus der Beratung ja durchaus bekannt. Als Betroffene siehst du das Ganze heute aber aus einem anderen Blickwinkel. Was hat sich für dich verändert?

Martina Hagspiel: Ich war Anfang 30 als ich an Brustkrebs erkrankte. Offen gesprochen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum Berührungspunkte mit Krebs. Die Tragweite der Diagnose hatte ich weder in der Beratung noch bei der eigenen Diagnose verstanden. Inzwischen weiß ich: Auch wenn sie dich aus dem Krankenhaus entlassen und dir mit auf den Weg geben, dass du nun quasi gesund bist. Dein Körper sagt dir, dass es nicht so ist, denn du bist erschöpft, mit andauernden Schmerzen konfrontiert und hast massive Konzentrationsschwächen. So folgte ein langer und anstrengender Weg mit vielen kleinen Schritten bis ich am aktiven Berufsleben wieder vollständig teilnehmen konnte.

Michael Miskarik: Was glaubst Du, was wird hier zu wenig beachtet? Wesentlich ist, dass man Zeit braucht.

Martina Hagspiel: Wesentlich ist, dass man Zeit braucht. Genug Diagnose Krebs und der harte Weg zurück ins Arbeitsleben Zeit, um krank sein zu können. Ein Privileg, das man erst erkennt, wenn man mittendrin steckt. Aber auch die Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen, um zu heilen und die Möglichkeit zu haben, wieder schrittweise in den Beruf einzusteigen. Die vom Gesetzesgeber vorgesehene Phase der Wiedereingliederung ist in einer sehr kurzen Zeit abgeschlossen. Innerhalb von wenigen Wochen ist geplant, dass man wieder in seinen alten Beruf zurückkehrt. In meinem Fall wäre das undenkbar gewesen, denn ich war im ersten Jahr nach der Chemo nicht in der Lage, mich länger als eine Stunde zu konzentrieren. Von Gedächtnislücken und ständigen Knochenschmerzen einmal abgesehen. Mir fehlten die Inhalte von ganzen Gesprächen und ich musste mir sehr detailliert notieren, wann ich wen zu welchem Zweck und mit welchem Inhalt traf. Dazu kam Fatigue, das sind Müdigkeits- und Erschöpfungszustände. Wer Fatigue am eigenen Leib noch nicht erfahren hat, kann diese tiefe Abgeschlagenheit nicht nachvollziehen.

Michael Miskarik: Du bist inzwischen eine laute Stimme für Krebspatienten geworden und erklärst mit Deinem Verein Kurvenkratzer viele dieser Inhalte. Was macht ihr genau?

Martina Hagspiel: Wir sind der Meinung, dass Krebs ein Lebensumstand ist, den es zu integrieren gilt - und zwar auf die eigene individuelle Art und Weise. Wir versuchen mit unseren Inhalten den emotionalen Umgang mit Krebs zu erklären und die vielen verschiedenen Herangehensweisen an das Thema zu zeigen. Dies machen wir aber nicht nur für Krebspatienten, sondern auch für Angehörige und medizinisches Personal. Unser Ziel ist es, möglichst angstfrei mit dem Tabu umzugehen und möglichst viel Verständnis für alle Beteiligten zu schaffen.

Michael Miskarik: Ihr beschäftigt Euch also auch mit dem Tabu als solches?

Martina Hagspiel: Ja genau. Unser Motto lautet: „Egal wie Du über Krebs sprichst. Hauptsache Du tust es.“ und wir rufen mit dem Claim „talk about cancer“ zu einem offenen Umgang mit der Krankheit auf. Wir holen einfach Menschen vor den Vorhang, die ihre Geschichte gerne teilen. So können auch jene, die lieber im Hintergrund bleiben, aus den Erfahrungen der anderen lernen und sich indirekt Verständnis holen. Denn wer eine Krebserkrankung, die Behandlung und ihre Folgen nicht am eigenen Körper erlebt hat, kann nur am Rande verstehen, wie es sich wirklich anfühlt.

Michael Miskarik: Danke für das interessante Gespräch.

Orientierung finden Interessierte auch unter: www.hdi-leben.at sowie www.kurvenkratzer.at und www.facebook.com/Kurvenkratzer.InfluCancer/


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