Eine Frau zwischen Psychose, unerfüllter Liebe und Blutrausch

"Lucia di Lammermoor" feierte in hochkarätiger Besetzung und neuer Inszenierung an der Wiener Staatsoper Premiere.

Am Samstagabend feierte mit der Neuproduktion "Lucia di Lammermoor' von Gaetano Donizetti "der Wahnsinn im Koloraturformat" an der Wiener Staatsoper Premiere. Mit Olga Peretyatko und Juan Diego Florez in den Hauptrollen hochkarätig besetzt erzählt Regisseur Laurent Pelly das romantisch-tragische Werk um eine starke Frau die der Liebe alles opfert –schließlich auch Ihren Verstand und ihr Leben – neu.

Die Geschichte der "Lucia di Lammermoor" bietet schon in ihrer klassischen Form viel fruchtbaren Boden für dramatische Inszenierung: eine Frau wählt ihren Geliebten entgegen aller Umstände die gegen die beiden sprechen und schwört ihm ewige Treue. Doch sie wird durch ihren Bruder ausgetrickst und zur Ehe mit einem anderen gezwungen. In der Hochzeitsnacht verfällt sie dem Blutrausch und lässt auch selbst ihr Leben. In seiner Neuinterpretation zeichnet Laurent Pelly das Bild der Lucia als das einer von Anfang an zur Psychose neigenden Frau, die ihren sicheren Untergang schließlich selbst noch schneller heraufbeschwört.

Das Premierenpublikum feierte die Hauptdarsteller und den Dirgenten, wenn die Neuinszenierung auch nicht jeden Geschmack zu treffen schien. Neben Primadonna Olga Peretyatko und Juan Diego Florez waren unter anderen George Petean als Enrico, Jongmin Park als Raimondo Teil des Ensembles. Für das Bühnenbild zeichnet sich Chantal Thomas verantwortlich, Evelino Pidò dirigierte. Auch Staatsoperndirektor Dominique Meyer durfte bei der Premiere nicht fehlen.

Eindrücke von der Premiere finden Sie in unserer Fotogalerie. (rb)

www.wiener-staatsoper.at

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