Wiener "Haus der Fenster"
Luxusimmobilie auf der Kärntner Straße könnte den Besitzer wechseln

Die Eigentümerfamilie aus Düsseldorf prüft derzeit einen Verkauf des "Peek-&-Cloppenburg-Gebäudes". Als möglicher Kaufpreis werden bis zu 300 Millionen Euro genannt.

Das sogenannte "Haus der Fenster" an der Kärntner Straße 29 in der Wiener Innenstadt steht möglicherweise vor einem Eigentümerwechsel. Die deutsche Eigentümerfamilie hinter dem Modeunternehmen Peek & Cloppenburg prüft derzeit den Verkauf der sechsstöckigen Handelsimmobilie.

Wie Midstad-Geschäftsführer Kevin Meyer erklärte, habe es für das Gebäude bereits mehrfach Kaufanfragen gegeben, die bislang jedoch abgelehnt worden seien. Nun sei erstmals gezielt nach potenziellen Käufer:innen gesucht worden. Laut Meyer liegen inzwischen mehrere verbindliche Angebote vor. Ob es tatsächlich zu einem Verkauf kommt, ist derzeit noch offen.

200 bis 300 Millionen Euro 

In Branchenkreisen wird der Wert der Immobilie auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. Wiener Immobilienexpert:innen gehen laut Kurier allerdings eher von einem Kaufpreis im Bereich von etwa 200 Millionen Euro aus. Wie kurier.at berichtet, dürfte der tatsächliche Wert der Immobilie stark vom langfristigen Mietvertrag mit Peek & Cloppenburg abhängen, der jedoch nicht im Grundbuch aufscheint.

Architektur als Blickfang der Innenstadt

Das Gebäude zählt zu den markantesten Immobilien der Wiener Einkaufsstraße. Entworfen wurde das Haus vom britischen Architekten David Chipperfield, eröffnet wurde es im September 2011. Besonders prägend sind die 85 großflächigen Fenster, die sich über sämtliche Stockwerke ziehen und dem Gebäude den Beinamen "Haus der Fenster" eingebracht haben. Chipperfield selbst beschrieb das Gebäude als ein Haus, das an ein Museum erinnert.

Die Fassade besteht aus hellem Donaukalk und orientiert sich gestalterisch unter anderem am nahegelegenen Leopold Museum. Im Inneren verbindet ein zentrales Atrium mit Glas- und Bronzestrukturen die einzelnen Verkaufsebenen und sorgt für viel Tageslicht.

Ehemaliges Ministerium wurde zum Modehaus

Auf dem Grundstück befand sich ursprünglich das ehemalige Finanzministerium. Die Bundesimmobiliengesellschaft verkaufte die Liegenschaft im Jahr 2005 an die heutigen Eigentümer. Das Gebäude verfügt über rund 11.800 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche. Neben mehreren Verkaufsflächen umfasst die Immobilie auch Lager- und Büroflächen.

Verbindungen nach Innsbruck und Ausbau in Wien

Auch das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck wurde nach einem ähnlichen architektonischen Konzept gestaltet. Die Eigentümerfamilie Cloppenburg war ebenfalls an der Tiroler Immobilie beteiligt (LEADERSNET berichtete).

Neben dem Standort auf der Kärntner Straße betreibt Peek & Cloppenburg in Wien auch ein weiteres Kaufhaus auf der Mariahilfer Straße. Dieses wird derzeit modernisiert. Geplant ist dort außerdem ein Hotel mit 150 Zimmern, dessen Fertigstellung bis Ende 2026 vorgesehen ist.

www.peek-cloppenburg.at

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