23.000 Quadratmeter Nutzfläche
Das Raiqa in Innsbruck steht kurz vor dem Vollbetrieb

Auf rund 23.000 Quadratmetern Nutzfläche vereint das Areal künftig Gastronomie, Handel, Hotellerie, Kultur, Dienstleistungen und Büroräume. 

Das neue Quartier "Das RAIQA" in Innsbruck steht kurz vor dem Vollbetrieb. Das Areal war zuletzt bereits Austragungsort mehrerer Veranstaltungen, darunter auch eines RTK-Events (LEADERSNET berichtete). Nun wurde mit dem Radisson RED Hotel ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts eröffnet. Auf rund 23.000 Quadratmetern Nutzfläche verbindet "Das RAIQA" künftig Handel, Gastronomie, Hotellerie, Kultur, Dienstleistungen und Bankwesen und soll zugleich als direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt dienen.

Bereits vor zehn Jahren wurde mit der Erstellung des Raumbuchs ein erster Meilenstein für die Umsetzung des Projekts gesetzt. Vor Kurzem präsentierte sich das Quartier als offener Ort mit unterschiedlichen Funktionen und Nutzungen. "Das RAIQA ist Aufenthaltsort und Passage zugleich und damit ein hybrider Ort – ein Ort, der verbindet. Genau das war die bewusste Entscheidung, die wir als Raiffeisen-Landesbank Tirol getroffen haben", sagte Thomas Wass, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Tirol.

Offenes Quartier mit vielfältigen Angeboten

Von Hotel und Bank über Gastronomie, Handel und Kultur bis hin zu öffentlich zugänglichen Aufenthaltsflächen soll "Das RAIQA" zahlreiche unterschiedliche Bereiche vereinen. Dazu zählt unter anderem ein rund 1.700 Quadratmeter großer, überdachter Vorplatz. Gleichzeitig entsteht mit dem Quartier auch der neue zentrale Standort der Raiffeisen-Landesbank Tirol. "Genau diese Mischung macht das Quartier aus: Es ist kein einzelnes Gebäude mit einer Hauptfunktion, sondern ein Ort für verschiedene Lebens- und Arbeitsbereiche mit einer Brückenfunktion zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt", so Wass und ergänzt: "Die Raiffeisen-Landesbank Tirol ist Teil dieses Ganzen, aber nicht dessen Mittelpunkt. Wir verstehen uns als Gastgeber in einem offenen Quartier."

Bereits im April wurden die Passage sowie erste Geschäfte eröffnet. Ende April folgte mit dem "loft9" ein Rooftop-Lokal mit Küche und 360-Grad-Blick über Innsbruck. In den vergangenen Wochen kamen außerdem das Frieda Qultbistro, die Kunstbrücke sowie die neue RAIQA-Bankstelle hinzu. Im Juni soll zusätzlich "Le Burger" eröffnen. 

Kulturprogramm und neue Konzepte

Auch kulturell soll das Quartier künftig bespielt werden. Geplant sind unter anderem Programme im Krimibistro, die von Autor Bernhard Aichner und Verleger Markus Hatzer kuratiert werden. Ergänzend dazu sollen in der Kunstbrücke regelmäßig Ausstellungen stattfinden.

Am 27. Juni findet zudem am RAIQA-Areal das Familienfest der Tiroler Raiffeisenbanken statt, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist. Besonders hervor hebt Thomas Wass die künftige Nutzung des Pop-up-Stores, der für Start-ups und neue Konzepte geschaffen wurde: "Ab September wird dort die erste Verkaufsstelle des k.u.k. Hofzuckerbäckers Zauner außerhalb von Bad Ischl eröffnet."

Architektur setzt auf Offenheit und Verbindung

Entworfen wurde Das RAIQA vom Architekturbüro Pichler & Traupmann Architekten. Im Mittelpunkt des Konzepts stand die Öffnung des Areals und die Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt. "Uns waren die Beziehung zum Bozner Platz und ein möglichst großzügiger Durchgang zum Hauptbahnhof besonders wichtig", erklärt Architekt Christoph Pichler und fügt hinzu: "Wo früher Nutzungen untergebracht waren, entstand mit dem Atrium ein großer offener Raum, um den sich heute die unterschiedlichen Funktionen gruppieren."

Charakteristisch für das Gebäude sind unter anderem das weit über den neuen Raiffeisenplatz ragende dritte Obergeschoss sowie der markant auskragende "Hammerkopf". Dort befinden sich 16 Zimmer des neuen Radisson RED Hotels.

"Das RAIQA steht für Transformation – für die Idee, dass man aus einem bestehenden Volumen etwas Neues schaffen kann, ohne es einfach zu ersetzen. Architektur soll hier nicht nur Gebäude formen, sondern Stadt, Bewegung und Begegnung ermöglichen", so Pichler weiter.

Nachhaltigkeit als zentraler Bestandteil

Neben der architektonischen Offenheit spielte auch Nachhaltigkeit in Planung, Bau und Betrieb eine wesentliche Rolle, so die Verantwortlichen. Teile der bestehenden Tragstruktur wurden erhalten und mit nachhaltigen Bau- und Energiekonzepten ergänzt. Ein Beispiel dafür ist der Holzbau des Hotels ab dem vierten Obergeschoss.

"Nachhaltigkeit ist im RAIQA kein Zusatz, sondern konstruktiver Ausgangspunkt", betont Christof Splechtna, Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Tirol und weiter: "Durch den Erhalt wesentlicher Teile der Bestandsstruktur konnten Ressourcenverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich reduziert werden."

Zusätzlich wurde ein Energiekonzept auf Basis von Grundwassernutzung und Photovoltaik umgesetzt. Darüber hinaus kamen beim Umbau zahlreiche Materialien und Rohstoffe aus dem Bestandsgebäude erneut zum Einsatz. Bereits in der Planungsphase wurde das Projekt mit der klimaaktiv Planungsdeklaration in Gold ausgezeichnet.

Neues Hotel und moderne Arbeitswelten

Eine Besonderheit des Quartiers ist das neu eröffnete Radisson RED Hotel mit 161 Zimmern in Holzbauweise. Es handelt sich dabei um das erste Haus der internationalen Marke in Tirol. 

Moderne Arbeitswelten, Beratungsräume, öffentlich zugängliche Aufenthaltsbereiche sowie eine betriebliche Kinderkrippe ergänzen das Angebot des Quartiers. Insgesamt sollen künftig mehr als 500 Mitarbeiter:innen inklusive Raiffeisen-Tochterunternehmen am Standort tätig sein. "Mit dem RAIQA wollten wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hochqualitatives Arbeitsumfeld bieten", so Gabriele Kinast, Vorständin der Raiffeisen-Landesbank Tirol und ergänzt abschließend: "Gleichzeitig schaffen wir einen Ort, der weit über klassische Büroflächen hinausgeht."

www.raiffeisen.at

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