Fotos & Video "Peter & Paul"
"Kreativ in die Zukunft denken, muss weiterhin der Mensch, nicht die KI"

Im Wirtschaftstalk spricht Martin Schiefer, Gründer und Partner von Schiefer Rechtsanwälte, darüber, wie Künstliche Intelligenz die juristische Arbeit verändert, wo sie bei öffentlichen Beschaffungen Effizienz bringt und warum strategisches Denken weiterhin dem Menschen vorbehalten bleibt.

Die neue Folge "Peter & Paul" widmet sich dem Thema "KI und öffentliche Aufträge – Wie smart wird unser Steuergeld eingesetzt?". Dazu spricht Paul Leitenmüller (CEO Opinion Leaders Network) mit Martin Schiefer (Gründer und Partner von Schiefer Rechtsanwälte) in einem ausführlichen Interview. Gedreht wurde die Sendung in den Räumlichkeiten des Innenarchitekturspezialisten Behan & Thurm am Schwarzenbergplatz in Wien, wo Gastgeberin Sabrina Stückler (CEO Behan & Thurm) die Gäste persönlich begrüßte.

Breites Angebot

Martin Schiefer ist Gründer und Partner von Schiefer Rechtsanwälte, die mit rund 50 Mitarbeiter:innen neben dem Standort in Wien auch Niederlassungen in Salzburg, Graz und Linz sowie Sprechstellen in St. Pölten und Klagenfurt betreibt. Inhaltlich begleitet er vor allem Strategie und kritische Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Soziales und Gesundheit sowie Infrastruktur. Wie breit das Tätigkeitsfeld seiner Kanzlei im Bereich der öffentlichen Beschaffung aufgestellt ist, bringt er selbst pointiert auf den Punkt: "Ich sage immer: Vom Klopapier bis zum Eurofighter sind Sie bei uns richtig." Sein Anspruch sei es, alles, was die öffentliche Hand einkauft, möglichst entlang des gesamten Prozesses juristisch zu begleiten.

Stärken von Künstlicher Intelligenz

Für Schiefer ist aktuell die "spannendste Zeit für Jurist:innen", was er vor allem mit dem technologischen Umbruch und dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz begründet. Große Chancen sieht er dort, wo Informationen rasch recherchiert, geordnet und ausgewertet werden müssen. Gerade bei der Aufarbeitung bereits vorhandenen Wissens könne KI ihre Stärken ausspielen, insbesondere in Bereichen, in denen Präzision und eine klare Faktenlage entscheidend sind. "KI kann die Vergangenheit perfekt recherchieren und aufarbeiten", sagte Schiefer.

Zugleich machte er deutlich, dass diese Stärke vor allem die Vorarbeit betreffe, während es bei Einordnung, Strategie und kreativen Lösungen weiterhin auf menschliche Erfahrung ankomme.

Kombination mit natürlicher Intelligenz

Wie relevant diese Arbeitsteilung in der Praxis sein kann, zeigte Schiefer am Beispiel von Ausschreibungen und Beschaffungsvorhaben in Zukunftsbereichen wie Cloud oder digitaler Souveränität. Dort müsse genau geprüft werden, welche Unternehmen tatsächlich über die nötigen Referenzen, Kompetenzen, Schlüsselpersonen und Zertifizierungen verfügen und wie weit sie in Forschung und Entwicklung bereits sind. KI könne zwar dabei helfen, den Markt systematisch zu analysieren und Informationen schneller verfügbar zu machen, die eigentliche Bewertung dürfe aber nicht automatisiert erfolgen.

"Was KI derzeit noch nicht kann, ist, kreativ in die Zukunft zu denken. Deshalb kann nur die Kombination aus künstlicher und natürlicher Intelligenz funktionieren", meint der Rechtsanwalt.

Was Martin Schiefer zum Thema "KI und öffentliche Aufträge – Wie smart wird unser Steuergeld eingesetzt?" noch sagt, sehen Sie in unserem Video.

Alle "Peter & Paul"-Folgen zum Nachschauen finden Sie hier.

www.schiefer.at

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