Fotos aus der Wiener Staatsoper
Mozart-Premiere "La clemenza di Tito" feierte glanzvollen Einzug

Die Neuinszenierung markierte die erneute Zusammenarbeit von Regisseur Jan Lauwers und dem Dirigenten Pablo Heras-Casado, die zuvor bereits gemeinsam "Le Grand Macabre" am Haus realisiert hatten. Im Zentrum der Produktion stand die Frage nach politischer Gerechtigkeit und privatem Verrat. In der Titelpartie war Katleho Mokhoabane zu erleben, der damit nach seiner Zeit im Opernstudio in seiner ersten großen Hauptrolle an das Haus am Ring zurückkehrte.

Erst kürzlich widmete sich die Wiener Staatsoper mit einer Neuproduktion von "La clemenza di Tito" Mozarts letzten Bühnenwerk. Die Premiere fand am 9. März unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado und in der Regie von Jan Lauwers statt, die gemeinsam "La Grand Macabre" 2023 im Haus realisierten. Weitere Leading Team-Mitglieder sind Emily Hehl (Regiemitarbeit), Lot Lemm (Kostüme), Ken Hioco (Licht), Paul Blackman (Ko-Choreografie) und Elke Janssens (Dramaturgie).

Besetzung des Stücks 

Die Titelpartie oblag dem jungen Tenor Katleho Mokhoabane, der seine Karriere als Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper startete und nun in der Hauptrolle ins Haus am Ring zurückkehrte. Hanna-Elisabeth Müller war wiederum als Vitellia zu sehen und Emily D'Angelo sang den Sesto. In den weiteren Partien standen Florina Ilie (Servillia), Cecilia Molinari (Annio) und Matheus França (Publio) auf der Bühne. 

Über das Bühnenwerk

In "La clemenza di Tito" thematisierte Mozart das Spannungsfeld zwischen Macht und Menschlichkeit. Der Kaiser Tito, der mit Verrat aus dem engsten Freundeskreis konfrontiert wurde, wählte statt der gesetzlich geforderten Strenge die sprichwörtliche Milde. Diese Darstellung des gütigen Herrschers war eng mit dem historischen Kontext der Uraufführung im Jahr 1791 verbunden, denn das Werk entstand als Auftragskomposition für die Prager Krönung Leopolds II. und fungierte als doppelbödiger Monarchenspiegel. 

Inhaltlich konzentriert sich das Geschehen auf Titos Ringen mit seiner Rolle. Er verzichtet auf Servilla, um deren Liebe zu Annio nicht im Wege zu stehen. Dabei übersah er jedoch die Intrigen Vitellias. Erst als Sesto den versuchten Staatsstreich gestand, sah sich Tito gezwungen, zwischen Todesurteil des Senats und seinem eigenen Ideal der Gnade zu wählen – und entschied sich schließlich gegen die Vergeltung. 

Bisher 44 Vorstellungen im Haus am Ring

In der Wiener Staatsoper auf eine eher überschaubare Aufführungshistorie zurück. Die letzte Serie vor der jetzigen Premiere fand im Herbst 2023 statt, damals noch in der 2012 geschaffenen Inszenierung von Jürgen Flimm und ebenfalls unter dem Drigat von Pablo Heras-Casado. 

Einen Eindruck von der Premiere können Sie sich mittels Galerie machen. 

www.wiener-staatsoper.at

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