Finanz- und Vorsorgeumfrage
Finanzielle Selbstbestimmung bleibt für Österreicher ein zentrales Lebensziel

| Redaktion 
| 22.02.2026

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass der Großteil der Menschen hierzulande wirtschaftlich eigenständig leben möchte. Gleichzeitig fühlen sich aber nur rund die Hälfte in ihren Finanzen sicher. Besonders junge Erwachsene misstrauen der Altersvorsorge.

Die jüngste Ausgabe des Swiss Life Selbstbestimmungsbarometers (siehe Infobox) verdeutlicht, dass der Wunsch nach wirtschaftlicher Eigenständigkeit in Österreich stark ausgeprägt ist. 89 Prozent der befragten Frauen und 83 Prozent der Männer geben an, ihr Leben finanziell selbstbestimmt führen zu wollen.

Dem steht jedoch eine deutlich zurückhaltendere Selbsteinschätzung gegenüber: Nur 52 Prozent fühlen sich aktuell tatsächlich in der Lage, ihre finanziellen Angelegenheiten eigenständig zu steuern. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 50 Prozent.

"Der Wunsch nach finanzieller Selbstbestimmung ist hoch, gleichzeitig nehmen Unsicherheiten zu, insbesondere bei jungen Menschen", sagt Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select Österreich.

Sorgen um die eigene finanzielle Lage nehmen zu

Die Umfrage zeigt zudem einen Anstieg finanzieller Besorgnis. 23 Prozent der Befragten geben an, sich um ihre wirtschaftliche Situation Sorgen zu machen. Im Jahr zuvor waren es 21 Prozent.

Als zentrale Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben nennen rund ein Drittel der Teilnehmenden regelmäßiges Sparen sowie eine konsequente Kontrolle der Ausgaben.

Beim Blick in die Zukunft überwiegt verhaltener Optimismus: 57 Prozent zeigen sich zuversichtlich, was ihre finanzielle Situation in zehn Jahren betrifft. Unter Pensionist:innen liegt dieser Anteil allerdings nur bei 44 Prozent.

Deutlicher Vertrauensverlust bei der Altersvorsorge

Ein besonders markantes Ergebnis betrifft das Vertrauen in die bestehende Vorsorgelandschaft. Insgesamt sind lediglich 29 Prozent der Ansicht, dass staatliche, betriebliche und private Altersvorsorge ein wirtschaftlich eigenständiges Leben im Ruhestand ermöglichen.

Noch ausgeprägter ist die Skepsis bei den 18- bis 29-Jährigen: In dieser Altersgruppe teilen nur 20 Prozent diese Einschätzung. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um zwölf Prozentpunkte.

Die Ergebnisse zeigen laut Obererlacher eindeutig, "wie stark das Vertrauen in die Altersvorsorge gerade bei jungen Menschen nachgelassen hat".

Späte Vorsorgeplanung und Wissensdefizite

Rückblickend geben 23 Prozent der Befragten an, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben. Mehr als ein Viertel wünscht sich darüber hinaus zusätzliches Finanzwissen.

Nur 30 Prozent sehen ihren Ruhestand insgesamt gut vorbereitet. Besonders niedrig fällt dieser Wert bei Teilzeitbeschäftigten mit 21 Prozent sowie bei Frauen mit 26 Prozent aus. Bei Vollzeitbeschäftigten liegt der Anteil bei 30 Prozent, bei Männern bei 35 Prozent.

Zurückhaltende Gesprächskultur bei Finanzthemen

Ein weiterer Befund betrifft den Umgang mit Geld im privaten Umfeld. Lediglich rund ein Fünftel der Befragten spricht regelmäßig mit Familie oder Freunden über finanzielle Themen. Damit bleibt der offene Austausch über wirtschaftliche Fragen weiterhin die Ausnahme.

www.swisslife-select.at

Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer 

Für das aktuelle Selbstbestimmungsbarometer hat Swiss Life gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Bilendi eine repräsentative Stichprobe von 1500 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren in Österreich online befragt.

Befragungszeitraum war Sommer 2025. Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer wird neben Österreich und der Schweiz auch in Frankreich, Deutschland, Tschechien sowie der Slowakei durch repräsentative Umfragen erhoben.

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Für das aktuelle Selbstbestimmungsbarometer hat Swiss Life gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Bilendi eine repräsentative Stichprobe von 1500 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren in Österreich online befragt.

Befragungszeitraum war Sommer 2025. Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer wird neben Österreich und der Schweiz auch in Frankreich, Deutschland, Tschechien sowie der Slowakei durch repräsentative Umfragen erhoben.

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