Umfassende Reform geplant
Mobilitätsminister Peter Hanke will die ÖBB neu strukturieren

| Tobias Seifried 
| 17.02.2026

Ziel der umfassenden Neustrukturierung sind effizientere Strukturen und mehr unternehmerischer Handlungsspielraum. ÖBB-CEO Andreas Matthä begrüßt die Initiative und erteilt Spekulationen über seinen Verbleib als Chef eine Absage.

Wie am Dienstag bekannt wurde, sollen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf Initiative von Mobilitätsminister Peter Hanke strukturell neu aufgestellt werden. Das Ministerium hat das Bahnunternehmen beauftragt, eine Neuorganisation vorzubereiten, um Effizienz, Flexibilität und Kundenorientierung zu erhöhen. Ziel der Reform sei, es dem Konzern zu ermöglichen, rascher auf Marktveränderungen, wachsende Nachfrage im öffentlichen Verkehr sowie technologische Entwicklungen reagieren zu können.

Andreas Matthä reagierte prompt

ÖBB-CEO Andreas Matthä reagierte positiv auf den Vorstoß aus dem Ministerium. Man begrüße "die heute angekündigte Initiative des Mobilitätsministeriums ausdrücklich", mit der ein Reformprozess zur ÖBB-Struktur angestoßen werde, erklärte Matthä am Dienstag. Dadurch solle der unternehmerische Handlungsspielraum erweitert werden.

Die ÖBB stünden vor "großen Herausforderungen", führte Matthä aus. Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr wachse kontinuierlich, ebenso der Wettbewerb. Zudem müsse sich das Unternehmen angesichts der Digitalisierung rascher an technische Veränderungen anpassen. Dafür brauche es "Rahmenbedingungen, die uns beweglicher machen". Um schneller auf Marktentwicklungen reagieren zu können, werde es gegebenenfalls auch eine Novelle des Bundesbahngesetzes benötigen, so der CEO.

Reformkonzept angekündigt

Konkret kündigte Matthä an, dass die ÖBB ein Reformkonzept ausarbeiten werden. Dieses solle als Grundlage für den Strukturprozess dienen. Ziel sei es, die Neustrukturierung "mit Anfang des Jahres 2027 an die Startlinie bringen zu können".

Spekulationen über personelle Veränderungen erteilte der ÖBB-Chef eine Absage. "Es geht hier nicht um neue Namen oder Köpfe", betonte Matthä wörtlich. Vielmehr gehe es darum, "eine ÖBB" zu stärken und resilienter aufzustellen, um in Krisen- und Katastrophenfällen handlungsfähig zu bleiben. Ein funktionierendes Bahnsystem sei für die Versorgung und den Transport von Menschen und Gütern essenziell, wie die COVID-Pandemie sowie die Flüchtlingskrisen 2015 und 2022 gezeigt hätten.

www.bmimi.gv.at

www.oebb.at

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