Plus bei Nächtigungen und Ankünften
Burgenland verzeichnet stärkstes Tourismusjahr seiner Geschichte

| Larissa Bilovits 
| 01.02.2026

Sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften konnte das östlichste Bundesland ordentlich zulegen. Dazu beigetragen hat unter anderem auch ein touristisch guter Dezember. 

Wie vor wenigen Tagen verkündet wurde, trug die Tourismusstrategie des Burgenlands auch im vergangenen Jahr Früchte: Demnach markiert 2025 das bislang erfolgreiche Tourismusjahr in der Geschichte des Bundeslandes. So konnten insgesamt 3.379.461 Nächtigungen, ein Plus von 2,8 Prozent zum Vorjahr, sowie 1.245.665 Ankünfte, ein Plus von 3,5 Prozent, verzeichnet und somit jeweils neue Höchstwerte erreicht werden. Im Bundesländervergleich positioniert sich das Burgenland in Hinblick auf die prozentuellen Nächtigungszuwächse auf Platz zwei hinter Wien.

Österreich als wichtigster Herkunftsmarkt

Im Detail betrachtet fielen 2.597.614 Nächtigungen (+2,9 %) auf den Inlands- und 781.847 Nächtigungen (+2,5 %) auf den Auslandstourismus. Die wichtigsten Herkunftsmärkte aus dem Inland waren somit Niederösterreich (713.276 Nächtigungen, +3,1 %), Wien (654.915 Nächtigungen, +0,4 %) und die Steiermark (402.707 Nächtigungen, +0,5 %), aber auch Oberösterreich (300.000 Nächtigungen, +2,7 %) sowie das Burgenland (229.885 Nächtigungen, +7,1 %) haben sich stark entwickelt.

In Hinblick auf die internationalen Herkunftsmärkte bleibt Deutschland (419.452 Nächtigungen, +4,2 %) weiterhin auf Platz eins. Zuwächse erzielten aber auch Ungarn (62.181 Nächtigungen, +14,5 %) und die Slowakei (32.147 Nächtigungen, +7,7 %), wobei sich ebenso die Märkte Schweiz/Liechtenstein (+4,4 %) und die Tschechische Republik (+0,2 %) positiv entwickelt hätten.

Burgenland entwickelt sich zur Ganzjahresdestination

Zum starken Jahresergebnis beigetragen hat dabei auch der Dezember 2025, dessen Zahlen zeitgleich mit der Jahresbilanz veröffentlicht wurden. Demnach konnte ein Nächtigungsplus von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und somit 166.984 Nächtigungen erzielt werden. Dies unterstreiche, dass das Burgenland auch im Winter an Attraktivität gewinne, etwa durch entsprechende Events wie dem "Winterwunder Mörbisch" (LEADERSNET berichtete über die Eröffnung) oder auch den Thermentourismus. 

Besonders von den Winterangeboten profitieren konnten laut Dezember-Nächtigungszahlen die Orte Eisenstadt (+11,3 %), Mörbisch (+7,7 %) und Rust (+26,4 %), in denen – laut einer Befragung und Bewegungsanalysen von Mobildaten – beispielsweise 90 Prozent der übernachtenden "Winterwunder Mörbisch"-Gäste unterkamen.

"Tourismusstrategie wirkt"

"2025 war ein Jahr, in dem wir Tourismusgeschichte geschrieben haben", zeigt sich Landeshauptmann und Tourismusreferent Hans Peter Doskozil erfreut über die aktuellen Zahlen. "Mit neuen Rekordwerten bei Nächtigungen und Ankünften beweist das Burgenland, dass seine Tourismusstrategie wirkt. Nachhaltigkeit, starke Erlebnisangebote und modernes Destinationsmanagement sind die Basis dieses Erfolgs. Der Tourismus wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor für das Burgenland. Mein Dank gilt den burgenländischen Tourismusbetrieben, ihren Mitarbeiter:innen und dem gesamten Team von Burgenland Tourismus, die diesen Erfolg möglich gemacht haben."

Und auch Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel sieht die positive Entwicklung als Ergebnis konsequenter strategischer Arbeit: "Das Rekordergebnis 2025 basiert auf klaren Zielsetzungen, starken saisonalen Leitprodukten und konsequenter Marktkommunikation. Unsere Always-on-Strategie sorgt dafür, dass das Burgenland ganzjährig sichtbar ist und neue Zielgruppen erreicht. Gleichzeitig haben wir mit der flächendeckenden Nachhaltigkeitszertifizierung einen viel beachteten Meilenstein gesetzt, der unsere Position im internationalen Wettbewerb stärkt."

Ausblick 2026

Mit Blick auf das neue Jahr erklärt Tunkel abschließend: "Mit der Vorbereitung der Tourismusgesetz-Novelle schaffen wir ab Februar 2026 moderne und effiziente Strukturen für ein schlagkräftiges Destinationsmanagement. Weniger Bürokratie, klare Zuständigkeiten und mehr Ressourcen für Regionen und Betriebe bilden die Grundlage, um den erfolgreichen Weg des Burgenland Tourismus langfristig fortzusetzen."

www.burgenland.info

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV