Batteriespezialist in Konkurs
Innovatives Green-Tech-Start-up schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 29.01.2026

Das 2021 gegründete Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion nachhaltiger Energiespeichersysteme, insbesondere Natrium-Ionen-Batterien, spezialisiert. 

Über die Kite Rise Technologies GmbH ist ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das Green-Tech-Start-up hat beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht, dem stattgegeben wurde. Dies teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Donnerstag mit. Eine Sanierung oder Fortführung des Unternehmens ist nicht vorgesehen.

Von der Insolvenz sind acht Dienstnehmer:innen sowie 39 Gläubiger:innen betroffen. Die Passiva werden zu Liquidationswerten mit rund 1,73 Millionen Euro beziffert. Dem stehen Aktiva von etwa 363.000 Euro gegenüber.

Kite Rise Technologies mit Sitz in Graz wurde im Jahr 2021 gegründet und positionierte sich als Green-Tech-Start-up mit Fokus auf die Entwicklung und Produktion nachhaltiger Energiespeichersysteme. Der technologische Schwerpunkt lag auf der Natrium-Ionen-Technologie, die als ressourcenschonende und sichere Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien gilt.

Gründe für die Pleite

Als Hauptursache für die Insolvenz wird eine Kombination mehrerer Faktoren genannt. Das Unternehmen befinde sich in einer Übergangsphase von der Entwicklungs- zur Markteintrittsphase und habe bislang noch keine Umsätze erzielt. Die Finanzierung dieser Phase habe über Vorverkäufe in Form von Bestellungen und Anzahlungen für die entwickelten Energiespeichersysteme erfolgen sollen. Tatsächlich seien Anzahl und Umfang dieser Vorverkäufe jedoch deutlich unter den Planwerten geblieben, heißt es seitens des AKV.

Darüber hinaus seien ungeplant erhöhte Entwicklungskosten angefallen. Zudem habe man mit einer Forschungsprämie in namhafter Höhe gerechnet, deren Auszahlung bislang nicht erfolgt sei und deren zeitlicher Horizont ungewiss bleibe. Aufgrund dieser Umstände könne der Fortbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Grazer Rechtsanwalt Stefan Kohlfürst bestellt.

www.akv.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV