Wettbewerbsbehörde genehemigt Deal mit Auflagen
Spar darf 23 Unimarkt-Standorte übernehmen

| Wolfgang Zechner 
| 29.01.2026

Nach intensiver kartellrechtlicher Prüfung erhält Spar grünes Licht für die Übernahme von 23 Unimarkt-Standorten in fünf Bundesländern. Der Vollzug soll bis Ende März abgeschlossen sein. Morgen folgt die Entscheidung über jene Märkte, die Rewe übernehmen will.

Nach rund sechswöchiger Prüfung haben die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und der Bundeskartellanwalt die Übernahme von insgesamt 23 Unimarkt-Standorten durch Spar genehmigt. Betroffen sind elf Märkte in der Steiermark, fünf in Oberösterreich, vier in Niederösterreich, zwei in Salzburg sowie ein Standort im Burgenland. Die Anmeldung der Transaktion erfolgte am 17. Dezember 2025. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die BWB wird übrigens morgen Vormittag die Entscheidung über die Genehmigung jener 21 Unimarkt-Standorte bekannt geben, die von Rewe übernommen werden sollen. Das erfuhr KEYaccount/LEADERSNET aus der Behörde

Prüfung mit Auflagen genehmigt

Im Rahmen des kartellrechtlichen Verfahrens wurden neben der Wettbewerbslage auch die Auswirkungen auf Kund:innen und Lieferant:innen analysiert. Die Freigabe ist an Auflagen geknüpft: 17 der 23 Standorte sollen künftig von selbstständigen Spar -Kaufleuten betrieben werden. Der LEH-Marktfühhrer beabsichtigt dabei, überwiegend bisherige Unimarkt-Kaufleute zu übernehmen und ihnen damit eine wirtschaftliche Perspektive innerhalb des Spar-Systems zu sichern.

Spar-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch sieht darin einen wichtigen Schritt für die regionale Versorgung: "Wir freuen uns sehr, neue Kaufleute sowie neue Spar-Kolleginnen und Kollegen bei Spar begrüßen zu können. Damit sichern wir die Nahversorgung in vielen Gemeinden. Kundinnen und Kunden profitieren von Regionalität, Sortimentsvielfalt, verlässlicher Qualität und leistbaren Preisen." Die Verhandlungen mit Unimarkt sowie die Abstimmungen mit den Wettbewerbsbehörden wurden auf Spar-Seite von Vorstand Marcus Wild geführt. Er betont den kooperativen Charakter des Prozesses: "Die positive Entscheidung ist das Ergebnis konstruktiver Gespräche, bei denen das Beste für die Standorte, ihre Regionen und die lokale Nahversorgung im Mittelpunkt stand. Besonders freut uns, dass sich viele bisherige Unimarkt-Kaufleute bewusst für Spar als Großhandelspartner entschieden haben."

Umstellung bis Ende März

Das Closing mit Unimarkt erfolgt in den kommenden Tagen. Die formale Übernahme soll bis Mitte Februar abgeschlossen sein, die Umstellung der Märkte auf das Spar-Erscheinungsbild erfolgt schrittweise in den folgenden Wochen. Spätestens Ende März sollen alle 23 Standorte vollständig als Spar-Märkte betrieben werden.

www.bwb.gv.at

www.spar.at

rewe-group.at

 

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