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MP2 Business-Breakfast thematisierte Chancen digitaler Barrierefreiheit

| Larissa Bilovits 
| 29.01.2026

Unter dem Titel "Digitale Barrierefreiheit – umfänglich betrachtet" erklärten hochkarätige Expert:innen, warum Inklusion weit über gesetzliche Anforderungen hinausgehen sollte und warum entsprechende Lösungen nicht nur Gleichberechtigung, sondern auch unternehmerische Chancen schaffen. 

Digitale Barrierefreiheit ist heutzutage längst kein "Nice-to-have" mehr, sondern gesetzlich verankert. Dahinter steckt der Gedanke, digitale Inhalte und Services so zu gestalten, dass sie von allen Menschen selbstbestimmt, gleichberechtigt und ohne Hürden genutzt werden können – und zwar unabhängig von Alter oder individuellen Einschränkungen. Zudem kann digitale Barrierefreiheit die Benutzerfreundlichkeit und Qualität digitaler Lösungen für alle verbessern sowie neue Zielgruppen erschließen.

Vor ebendiesem Hintergrund lud MP2 IT-Solutions vergangenen Mittwoch, den 28. Jänner, zahlreiche Entscheidungsträger:innen, Expert:innen und Interessierte aus Wirtschaft, Verwaltung, IT und Gesellschaft zum Business-Breakfast in die MP2 Innovation Lounge in Wien, das dieses Mal unter dem Titel "Digitale Barrierefreiheit – umfänglich betrachtet" stand. Bei Croissants und Kaffee setzten sich die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre mit inklusiven digitalen Lösungen, die weit über gesetzliche Anforderungen hinausgehen, auseinander und diskutierten darüber, warum digitale Barrierefreiheit ein zentrales Zukunftsthema ist.

Barrierefreiheit als Chance

Auf dem Programm standen hochkarätige Expert:innen-Talks, bei denen Branchenvertreter:innen ihre Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis teilten. Den Anfang machte Wolfgang Kowatsch, Co-Gründer und Managing Director von MyAbility, der betonte: "Wenn wir über 'Zugang für Alle' sprechen, sprechen wir über unsere Zukunft. Das gilt umso mehr im digitalen Raum. Nur wenn alle mitmachen können, wächst etwas Starkes, Neues." Und sein Kollege Laurenz Miller, Lead Accessibility bei MyAbility, ergänzte: "Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur Gesetzesverordnung, sondern eine Chance – sie schafft besseren Zugang für alle Menschen, nicht nur für Menschen mit Behinderungen."

Anschließend brachte Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes und Vorsitzende Präsidentin des Österreichischen Seniorenrates, die Perspektive einer stetig wachsenden Nutzer:innengruppe ein: "Digitale Barrierefreiheit schafft echte Chancengleichheit. Sie ist kein Nice-to-have, sondern ein Muss, weil sie darüber entscheidet, ob Menschen teilhaben können oder ausgeschlossen werden." Zudem hob sie hervor, dass der Mensch stets im Mittelpunkt stehen müsse, denn die Technologie diene den Menschen und nicht umgekehrt. Dem schloss sich auch Sektionsleiter Martin Zach vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (Leiter der Sektion IV – Pflegevorsorge, Behinderten- & Versorgungsangelegenheiten) an, gab den Teilnehmenden einen kurzen Überblick über gesetzliche und rechtliche Rahmenbedingungen und erklärte, dass von Barrierefreiheit alle profitieren würden, und nicht nur Menschen mit Behinderungen: "Für einen kleinen Teil der Bevölkerung ist sie notwendig, für viele hilfreich, für alle aber komfortabel."

"Digitale Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Gleichberechtigung, da sie allen Menschen Zugang zu Informationen und digitalen Angeboten ermöglicht. Sie fördert Inklusion, indem sie bestehende Barrieren abbaut und sicherstellt, dass auch im digitalen Raum niemand aufgrund von Behinderungen oder individuellen Einschränkungen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen wird", ergänzte Christine Steger als Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen, deren Tätigkeit für die gesamte Republik Österreich im Bereich der bundesgesetzlichen Zuständigkeit organisationsrechtlich im Sozialministerium verankert ist.

Unternehmerische Verantwortung

Impulse zu Innovation und unternehmerischer Verantwortung erhielten die Teilnehmenden wiederum von Julia Kruselburger, Mitbegründerin & CEO von Independo sowie Mitglied der Special Interest Group Accessibility in ICT im Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI): "Für manche Menschen machen Technologien das Leben leichter – für andere machen sie Leben erst möglich. Als Gestalter:innen der digitalen Zukunft ist es unsere Verantwortung sicherzustellen, dass genau diese Perspektiven in der Entwicklung mitgedacht und mitgestaltet werden."

Wie sich Barrierefreiheit technisch optimal umsetzen lässt, erklärten schließlich Albors Askari, Certified WebAccessibility Expert und technischer Leiter der Web- & App-Agentur von MP2 IT-Solutions, sowie von Sabine Paukner, Head of UX & Design. Dabei gaben sie den Teilnehmenden nicht nur Tipps zur praktischen Umsetzung mit auf den Weg, sondern erläuterten auch, was bereits bei der Konzeption von digitalen Lösungen zu beachten ist. 

Für eine inklusive digitale Zukunft

Moderiert wurde das Business-Breakfast von den beiden Gründer:innen von MP2 IT-Solutions, Manfred Pascher und Gerlinde Macho: "Mit unserem Business-Breakfast möchten wir Bewusstsein schaffen und zeigen, dass digitale Barrierefreiheit viele Dimensionen hat – technisch, rechtlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Unternehmen, die Barrierefreiheit von Beginn an mitdenken, investieren nicht nur in Compliance, sondern vor allem in bessere Nutzererlebnisse und nachhaltigen Erfolg. Der offene Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen ist dabei entscheidend, um gemeinsam inklusive digitale Zukunft zu gestalten."

LEADERSNET war beim Event und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.mp2.at

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