"Fliegende Köche" insolvent
Bittere Pleite in der Gastrobranche

| Tobias Seifried 
| 25.01.2026

Bei den "Fliegenden Köchen" übersteigen die Aktiva zwar die Verbindlichkeiten von mehr als 1,3 Millionen Euro, es fehlt dem 2008 gegründeten Unternehmen jedoch an liquiden Mitteln.

Wie der KSV1870 am Freitag (23. Jänner) mitteilte, wurde über "Die Fliegenden Köche GmbH" am Landesgericht Salzburg ein Insolvenzverfahren eröffnet. Bei dem Unternehmen mit Sitz in der Mozartstadt handelt es sich um eine Leihfirma für die Gastrobranche.

Es fehlt an liquiden Mitteln

Eine Überschuldung liegt nicht vor. Denn den Verbindlichkeiten von rund 1,37 Millionen Euro stehen Aktiva von rund 1,72 Millionen Euro (Liegenschaftsvermögen) gegenüber. Wie der Kreditschutzverband erfahren konnte, sind die Insolvenzursachen primär darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen zwar über entsprechende Vermögenswerte verfügt (Überschuldung ist nach Ansicht der Schuldnerin nicht gegeben), es jedoch an liquiden Mitteln fehlt, nachdem der Betrieb bereits eingestellt wurde. Von der Pleite sind zehn Gläubiger:innen betroffen. 

Sanierungsplan

Die "Fliegende Köche" bieten einen Sanierungsplan mit einer 20-Prozent-Quote, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme, an. "Laut Schuldnerangaben wird abzuklären sein, ob man bei einem Verkauf des vorhandenen Liegenschaftsvermögens tatsächlich die geschätzten Beträge erzielen wird können", so Elisabeth Eppich vom KSV1870 in Salzburg.

www.ksv.at

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