Hendrich Real Estate mit dem Verkauf beauftragt
Schloss Kremsegg in Kremsmünster hat einen neuen Eigentümer

Die barocke Anlage besteht aus einem vierflügeligen Schloss mit rund 1.300 Quadratmetern und einem historischen Wirtschaftsgebäude mit etwa 3.700 Quadratmetern.

Die Geschichte des barocken Schloss Kremsegg in der oberösterreichischen Gemeinde Kremsmünster reicht bis zum Ende des 12. Jahrhunderts zurück, als die Familie Rot an ebendieser Stelle ihren Ansitz errichtete. Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte dann der Umbau zu einem Schloss, geplant durch den österreichischen Barockbaumeister Jakob Prandtauer.

Heute präsentiert sich die Schlossanlage mit Blick auf das Benediktinerstift Kremsmünster als barockes Ensemble.

Gomde-Stiftung erwirbt Liegenschaft

Mit der Suche nach einem:r Käufer:in, der Kremsmünster einen nachhaltigen Mehrwert bringen soll, wurde der Wiener Schlossmakler Siegbert Sappert von der Hendrich Real Estate GmbH mit dem Verkauf von Schloss Kremsegg betraut (LEADERSNET berichtete). Die Suche war nun erfolgreich. Der derzeitige Eigentümer Christian Janda hat sich mit der deutsch-österreichischen Gomde-Stiftung auf den Erwerb der Liegenschaft geeinigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Gomde-Stiftung für tibetisch-buddhistische Studien und Meditation betreibt seit vielen Jahren im nahegelegenen Scharnstein ein internationales Zentrum. Sie steht unter der geistigen Schirmherrschaft des international renommierten tibetisch-buddhistischen Lehrers Chökyi Nyima Rinpoche. "Das Schloss soll ein Ort 'liebevoller Weisheit' sein, an dem sich Menschen aller Religionen und Hintergründe treffen, austauschen und weiterbilden. Besonders wichtig ist uns auch, dass die Schönheit des Schlosses bewahrt wird und der achtsame Umgang mit Ressourcen. Die Wertschätzung von Antiquitäten ist gelebte Nachhaltigkeit", sagte Chökyi Nyima Rinpoche.

Schloss mit Innenhof, Salons und einer Kapelle

Ein Innenhof mit verglasten Arkadengängen bildet das Herzstück des zweistöckigen Schlosses mit seinen rund 1.300 Quadratmetern Nutzfläche. Im Erdgeschoss befinden sich neben zwei Gäste-/Personalwohnungen einige Büro- und Lagerräume sowie eine WC-Anlage für Veranstaltungen. Ins Obergeschoss gelangt man über zwei breite gerade Stiegen rechts und links der Durchfahrt. Dort befinden sich einige Salons, die zuletzt als Veranstaltungs- und Seminarräume genutzt wurden. Weiters umfasst das Stockwerk eine eigene Kapelle, eine Küche, zwei Bäder und eine weitere Sanitäranlage.

Weitere Ausstattungsmerkmale

Das historische Wirtschaftsgebäude, das dem Schloss vorgelagert ist, verteilt sich auf drei Regelgeschosse sowie ein ausgebautes Dachgeschoss und hat eine Nutzfläche von etwa 3.700 Quadratmetern. In den vergangenen Jahrzehnten wurde dieser Trakt als Ausstellungs- und Museumsbetrieb genutzt, bis 2018 war dort das Musikinstrumenten-Museum Kremsegg.

Im Erdgeschoss des weitläufigen Nebengebäudes befindet sich ein großes Entrée und ein auf Säulen ruhender gewölbter historischer Saal mit einer Fläche von circa 270 Quadratmetern und angeschlossener Gastroküche. Hier befinden sich zudem Werkstätten, Lagerräume sowie drei weitere WC-Anlagen.

Das Objekt ist zwar an das öffentliche Wasser-, Kanal-, Strom-, Gas- und Telefonnetz angeschlossen, verfügt jedoch auch über eine eigene, zum Schloss gehörende Wasserquelle. Das gesamte Areal ist eingefriedet und soll daher ein hohes Maß an Ruhe und Privatsphäre bieten.

Hochschule sowie ein Kultur- und Bildungszentrum

Für Schloss Kremsegg ist die Errichtung einer privaten Hochschule sowie eines Kultur- und Bildungszentrums vorgesehen. Damit soll das historische Anwesen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und an seine jahrhundertealte Tradition als lebendiger Ort für Kunst, Kultur, Bildung und geistigen Austausch angeknüpft werden. Der designierte Gründungsrektor der neu zu errichtenden Hochschule, John Dunne, betont: "Die Welt braucht nicht einfach mehr Wissen, sondern mehr Weisheit. Deshalb möchten wir ein einzigartiges Bildungsangebot schaffen, das die Weisheit der kontemplativen Traditionen der Welt mit fundierter akademischer Lehre und Forschung verbindet. Uns leitet der Wunsch, Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit zu finden, die zu einem nachhaltigen Gedeihen für alle beitragen können."

"Die neue Nutzung bietet für meine Heimatgemeinde Kremsmünster eine große Chance, als europaweites Zentrum gesehen zu werden. Auch den interreligiösen Austausch zusammen mit dem Benediktinerstift Kremsmünster betrachte ich als sehr fruchtbringend", so Janda.

Die Wiedereröffnung von Schloss Kremsegg ist für den Sommer 2026 geplant.

www.hendrichrealestate.com

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