Haustiere sind für viele Menschen fester Bestandteil des Alltags. Sie begleiten durch unterschiedliche Lebensphasen, schaffen Nähe und Struktur und nehmen im Leben ihrer Halter:innen einen wichtigen Platz ein. Entsprechend werden sie von vielen längst nicht mehr nur als Tiere, sondern als vollwertige Familienmitglieder gesehen. Kein Wunder also, dass sich in österreichischen Haushalten laut Statista über zwei Millionen Katzen, rund 836.000 Hunde sowie etwa 500.000 Kleinsäuger wie Meerschweinchen oder Mäuse tummeln. Ein ähnliches Bild zeigt sich europaweit – in jedem zweiten Haushalt gehören Tiere zum Alltag. Wie intensiv sie umsorgt und verwöhnt werden, variiert allerdings von Land zu Land, wie eine repräsentative Studie im Auftrag von Galaxus für die das Marktforschungsinstitut YouGov 5.125 Personen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien befragt hat, zeigt.
Italiener:innen pflegen größte Tierliebe
Am tierliebsten zeigen sich in Europa die Italiener:innen: Vier von zehn Befragten (39%) geben an, ein Haustier zu halten, jede vierte Person (24%) hat sogar mehrere Tiere (gesamt: 63%). Auch in Frankreich und Österreich ist die Haustierhaltung ähnlich stark verbreitet. Hierzulande halten 35 Prozent ein Haustier und 24 Prozent gleich mehrere (gesamt: 59%). Deutlich zurückhaltender sind hingegen die Schweizer:innen: Mit einem Gesamtanteil von 39 Prozent an Personen mit mindestens einem Haustier bilden sie im Ländervergleich das Schlusslicht. Insgesamt lebt im Durchschnitt aller befragten Länder bei mehr als der Hälfte der Menschen (53%) zumindest ein Haustier im Haushalt. Zudem macht die Studie geschlechterspezifische Unterschiede sichtbar: Während in Italien, Frankreich und Österreich Frauen und Männer in etwa gleich häufig Haustiere besitzen, sind in der Schweiz und in Deutschland Frauen die Vorreiterinnen.
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Österreich als Land der Katzenliebhaber
Bei der Wahl der Haustiere zeigen sich deutliche kulturelle Unterschiede. Besonders ausgeprägt ist dies in der Schweiz, wo Katzen klar dominieren: Rund zwei Drittel der Haustierbesitzer:innen halten eine Katze, während nur etwa ein Drittel einen Hund hat – kein anderes Land weist ein derart starkes Ungleichgewicht zugunsten der Katzen auf. In Deutschland und Italien halten sich Hunde und Katzen mit jeweils rund 50 Prozent hingegen weitgehend die Waage.
Österreich liegt in diesem Vergleich leicht auf der Katzenseite: 56 Prozent der Befragten geben an, derzeit oder früher Katzen gehalten zu haben – hingegen nennen 50 Prozent Hunde. Mit deutlichem Abstand folgen Kleintiere (14%), Fische (11%) und Vögel (10%). Reptilien (5%), Amphibien (2%) sowie andere Tierarten (2%) spielen hierzulande nur eine untergeordnete Rolle.
Grundsätzlich zählen in allen untersuchten Ländern Hunde und Katzen mit großem Abstand zu den beliebtesten Haustieren. Kleintiere, Vögel oder Fische leben hingegen nur bei einer Minderheit der Befragten. Auffällig ist dennoch, dass die meisten Kleintiere in der Schweiz gehalten werden, während Vögel besonders häufig in deutschen Haushalten zu finden sind.
Jedes vierte Haustier schläft im Bett
Wenn es darum geht, wo Haustiere schlafen dürfen, zeigt sich europaweit eine überraschende Einigkeit. Rund die Hälfte der Tiere verbringt die Nacht im eigenen Körbchen oder Käfig (Österreich: 53%), während knapp ein Drittel auf dem Sofa Platz nehmen darf (Ö: 25%). Überdies genießen viele Haustiere das Privileg, das Bett mit ihren Besitzer:innen zu teilen – in Österreich geben dies etwa 24 Prozent an, wobei Katzen (28%) dies öfter dürfen als Hunde (26%).
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Österreichische Vierbeiner leben im Luxus
Auch beim Verwöhnen der tierischen Mitbewohner kennt die Zuneigung kaum Grenzen. Vor allem in Italien werden Haustiere großzügig beschenkt, aber auch in Österreich geht der Trend hin zu regelmäßigen Präsenten für Vierbeiner und Co. So erhalten 53 Prozent der Haustiere hierzulande Weihnachtsgeschenke, und auch Geburtstagsgeschenke sind bei 43 Prozent ein Muss. Besonders interessant ist, dass mehr als jedes fünfte Haustier in Österreich (22%) von seinen Halter:innen großzügiger beschenkt wird als beispielsweise Verwandte oder Freund:innen. Nur in Italien ist dieser Trend noch stärker ausgeprägt. In der Schweiz hingegen gehen Haustiere oftmals leer aus.
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Wenn es um die monatlichen Ausgaben für Futter, Spielzeug, Tierarzt und Co. geht, liegt Österreich an der Spitze. Drei von zehn österreichischen Tierhalter:innen geben zwischen 50 und 99 Euro pro Monat für ihre Fellnasen aus, bei jedem:r Fünften sind es gar 100 bis 199 Euro. Verhältnismäßig knausrig sind dagegen die Französinnen und Franzosen.
Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.
www.galaxus.at
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