Höchste Auszeichnung des Wiener Handels
Die Gewinner des Handelshermes 2025 wurden gekürt

| Larissa Bilovits 
| 25.11.2025

Der renommierte Preis, mit dem der Wiener Handel jährlich herausragende Persönlichkeiten und Unternehmen der Branche auszeichnet, wurde heuer in drei Kategorien verliehen. Zudem wurden zwei Sonderpreise vergeben. 

In Wien sorgen tagtäglich rund 37.000 Wiener Händler:innen dafür, dass die Bundeshauptstadt vielfältig versorgt ist – sei es nun mit Lebensmitteln, Mode, Spielwaren, Elektrogeräten, Mode oder anderen Waren. Um diese für ihr großes Engagement zu würdigen, vergibt der Wiener Handel seit 1988 jährlich den Handelshermes an herausragende Persönlichkeiten und Unternehmen. Wer sich heuer über die höchste Auszeichnung der Branche freuen durfte, wurde nun am Montagabend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben. Dabei hatten die anwesenden Gäste vor Ort die Möglichkeit, die Sieger:innen der drei Kategorien "Innovation", "Tradition" und "Sortiment" live per Voting mitzubestimmen. Darüber hinaus wurden zwei Sonderpreise für das "Lebenswerk" sowie "Institution" vergeben.

Würdigung inmitten schwieriger Zeiten

"Mit dem Handelshermes würdigen wir persönliche und unternehmerische Erfolgsgeschichten, die zeigen, wie vielfältig, engagiert und zukunftsorientiert der Wiener Handel ist – ob groß oder klein, stationär oder digital, traditionsreiches Familienunternehmen oder internationale Unternehmensgruppe", erklärte Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, die die zahlreich erschienenen Gäste im Rahmen einer Eröffnungsrede herzlich willkommen hieß. Dabei betonte sie unter anderem die enorme Bedeutung und Vielfalt des Wiener Handels: "Rund 37.000 Betriebe erwirtschaften jährlich über 105 Milliarden Euro Umsatz und sichern mehr als 113.000 Arbeitsplätze in Wien. Damit steht der Handel für ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der marktbasierten Wirtschaft Wiens – und bleibt einer der wichtigsten Antreiber für Wachstum, Beschäftigung und Lebensqualität."

Überdies verwies Gumprecht auf die umfangreichen Herausforderungen, die aktuell viele Handelsunternehmen belasten: "Die Zeiten sind geprägt von spürbarer Konsumzurückhaltung, hohen Fixkosten und der Konkurrenz durch internationale Online-Plattformen. Das zwingt den Handel dazu, innovative Wege zu finden, um trotz veränderter Kaufgewohnheiten zu bestehen." Gerade angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen sei es wichtig, jene vor den Vorhang zu holen, die mit Ideenreichtum, Servicequalität und Leidenschaft neue Maßstäbe setzen.

Nach einem anschließenden Impuls-Vortrag von Autor, Coach und Unternehmer Matthias Strolz zum Thema "Wir sind Pilot:innen des Lebens", in dem er verdeutlichte, dass Erfolg vor allem von der eigenen Haltung, Entscheidungsfreude und Mut zur Veränderung abhängt, wurden die diesjährigen Gewinner:innen verkündet.

Die Gewinner des Handelshermes 2025

So ging der Preis in der Kategorie "Innovation" an das Reformhaus Staudigl. Der Parfümerie- und Drogeriewarenhandel im ersten Bezirk gilt als Wiener Spezialist für Naturprodukte und Naturkosmetik und verbindet langjährige Expertise mit konsequenter Sortimentserneuerung. Eigentümerin Christina Wolff-Staudigl nahm den Preis, den das Unternehmen für seine kontinuierliche Innovationskraft sowie die erfolgreiche Weiterführung des Familienunternehmens erhält, entgegen.

In der Kategorie "Sortiment" durfte sich Staud's über den Handelshermes freuen, den Geschäftsführer Stefan Schauer entgegennahm. Das Unternehmen mit Sitz im 16. Bezirk entwickelte sich vom ursprünglichen Delikatessenbetrieb zu einem etablierten Hersteller süßer und feinsaurer Spezialitäten, erweitert sein Sortiment kontinuierlich und setzt auf sorgfältige Verarbeitung natürlicher Zutaten.

Die Auszeichnung in der Kategorie "Tradition" ging heuer an Krejcik. Der Elektrohandel im achten Bezirk, den Wolfgang Krejcik bereits in vierter Generation führt, kombiniert seit 125 Jahren persönliche Fachberatung mit eigenem Service sowie gelebte Tradition mit zukunftsorientierter Weiterentwicklung.

Den Sonderpreis "Institution" erhielt Hildegard Anzinger, die mit Bonbons Anzinger seit mehr als 50 Jahren die Süßwarenbranche in der Wiener Innenstadt prägt. Sie verbinde laut Jury traditionelles Fachwissen mit moderner Weiterentwicklung – etwa durch ihren Onlineshop – und werde für ihre konstante Präsenz, ihr außergewöhnliches Produktwissen sowie ihr langjähriges Engagement für Kund:innen und Kolleg:innen ausgezeichnet.

Nicht zuletzt ging der Sonderpreis für das "Lebenswerk" an Burkhard L. Ernst. Er habe, so die Jury, die Rainer Gruppe über viele Jahrzehnte konsequent aufgebaut, das Autohaus Mazda Rainer etabliert und das Familienunternehmen mit langfristigem Weitblick in neue Geschäftsbereiche geführt – und damit den Wiener Handel nachhaltig geprägt.

www.wko.at/wien

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