Die Österreichische Post hat in Wals-Siezenheim mit dem Ausbau ihres Logistikzentrums begonnen. Insgesamt sollen 55 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Standorts fließen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen dort bis zu 24.000 Pakete pro Stunde verarbeitet werden können. Das entspricht einer Verdreifachung der bisherigen Kapazität, so das Unternehmen. Die Bauarbeiten erfolgen während des laufenden Betriebs und sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein (Siehe Infobox).
Gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort
"Investitionen in die Infrastruktur der Österreichischen Post sind eine gute Nachricht für unseren Wirtschaftsstandort. Denn ein starker Standort braucht eine ausgebaute, moderne und verlässliche Logistik. Gerade deshalb ist dieses Engagement so wichtig. Ich danke der Österreichischen Post für dieses klare Bekenntnis zum Standort und für ihre Rolle als starke und verlässliche Partnerin im ÖBAG-Verbund", betonte Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus.
Auch für Karoline Edtstadler, Landeshauptfrau von Salzburg, ist diese Investition in die zentrale Logistik-Drehscheibe der Post ein wichtiges Signal für Salzburg. Damit würde laut der Landeshauptfrau der Wirtschaftsstandort gestärkt, Arbeitsplätze gesichert und die Infrastruktur auf dem bestehenden Areal verbessert werden. "Gleichzeitig unterstützen moderne Automatisierungslösungen die Mitarbeiter:innen der Post bei ihrer Arbeit. Das Projekt steht für Innovationskraft und Nachhaltigkeit, verantwortungsvoll, effizient und im engen Schulterschluss mit der Gemeinde Wals-Siezenheim und der Wirtschaft", so Edstadler.
Für die Österreichische Post rund um Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post AG, sei der Ausbau des Logistikzentrums Salzburg ein wichtiger Meilenstein in deren österreichweitem Investitionsprogramm. "Wir investieren gezielt, um unsere Servicequalität langfristig abzusichern und für weiteres Paketwachstum bestens gerüstet zu sein. Mit 55 Millionen Euro stärken wir nicht nur den Standort Salzburg, sondern das gesamte Logistiknetzwerk der Österreichischen Post", sagte Oblin.
Technologische Modernisierung und neue Sortiersysteme
Das Logistikzentrum in Salzburg besteht seit mehr als 25 Jahren. Die bestehende Infrastruktur und die Sortieranlagen entsprechen inzwischen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, sowohl in Bezug auf Kapazität als auch auf Arbeitsbedingungen, so die Post. Vor diesem Hintergrund werden im Zuge des Umbaus Teile der bestehenden Gebäude abgetragen und durch neue Flächen ergänzt. Geplant sind ein Untergeschoss mit Tageslichteinfall sowie ein neues Erdgeschoss. Künftig kommt ein hybrides Fördersystem zum Einsatz, das verschiedene Sortieranlagen für unterschiedliche Paketgrößen kombiniert.
Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Paket & Logistik, erklärt: "Der Ausbau in Salzburg ist ein technologischer Sprung nach vorn: Wir verdreifachen die Sortierleistung auf 24.000 Pakete pro Stunde und setzen erstmals in Europa einen Matrixsorter ein. Ergänzt durch innovative Automatisierungslösungen schaffen wir ein hochmodernes Logistikzentrum, das unsere Kapazitäten erhöht und unseren rund 300 Mitarbeiter.innen zugleich eine moderne Arbeitsumgebung bietet."
Der sogenannte Matrixsorter unterscheidet sich von herkömmlichen Systemen durch seine flexible Struktur. Pakete können an vielen Punkten innerhalb des Systems umgeleitet werden, was die Effizienz erhöhen und gleichzeitig den Platzbedarf reduzieren soll. Zur Entlastung der Beschäftigten werden zusätzliche automatisierte Lösungen integriert, darunter ein System zum automatischen Entladen von Wechselaufbaubrücken sowie mehrere Kippvorrichtungen für Rollbehälter.
Fokus auf nachhaltige Standortentwicklung
Die Erweiterung erfolge ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Stattdessen soll das bestehende, rund 40.000 Quadratmeter große Areal intensiver genutzt werden. Durch neue Gebäudeteile soll die Nutzfläche des Logistikzentrums dann in Zukunft auf knapp 25.000 Quadratmeter wachsen.
Barbara Potisk-Eibensteiner, Finanzvorständin der Österreichischen Post AG, erläutert: "Wir nutzen das bestehende Grundstück bestmöglich und schaffen durch ein Untergeschoß und den Neubau zusätzliche Nutzflächen. Gleichzeitig investieren wir in moderne Arbeitsplätze und in ökologische Maßnahmen wie eine thermische Sanierung, Photovoltaik, ein Gründach und eine begrünte Fassade. Damit verbinden wir betriebliche Effizienz mit einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Flächennutzung."
Zu den geplanten Maßnahmen zählen u.a. eine thermische Sanierung der Bestandsgebäude, eine Photovoltaikanlage mit 880 Kilowatt peak sowie Begrünungen auf Dach- und Fassadenflächen. Diese sollen den Energieverbrauch senken und zur ökologischen Aufwertung des Standorts beitragen.
LEADERSNET war beim Spatenstich. Einen Eindruck können Sie sich hier machen.
www.post.at
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