Leseranalyse Entscheidungsträger
Diese Zeitungen stehen bei Führungskräften am höchsten im Kurs

| Redaktion 
| 19.03.2026

Die "LAE – Leseranalyse Entscheidungsträger:innen" beinhaltet auch Wochentitel und Magazine und liefert Erkenntnisse über das Lese- und Informationsverhalten von Manager:innen in Österreich.

Die Leseranalyse Entscheidungsträger:innen 2025, durchgeführt von dem Institut für empirische Sozialforschung (Ifes), beleuchtet das Informations- und Medienverhalten von Führungskräften in Österreich sowie deren Entscheidungsprozesse. Neben Reichweiten und Nutzungsmustern werden auch Themeninteressen und Opinion-Leadership erhoben. Erstmals wurden zudem Newsletter- und Social-Media-Nutzung in eine erweiterte Cross-Media-Reichweite integriert (Siehe Infobox).

Geopolitische Entwicklungen belasten Unternehmen

Ein zentrales Ergebnis betrifft die wirtschaftlichen Auswirkungen internationaler Politik. Rund die Hälfte der befragten Führungskräfte sieht negative Effekte durch die Politik von Donald Trump auf das eigene Unternehmen. Besonders ausgeprägt ist diese Wahrnehmung bei exportorientierten Unternehmen mit USA-Bezug, wo mehr als 70 Prozent von negativen Konsequenzen berichten.

Diversität ist wichtig für mein Unternehmen/Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wichtig für mein Unternehmen. © Ifes 

Klare Haltung bei Nachhaltigkeit und Diversität

Auch bei gesellschaftlichen Themen ergibt sich ein klares Bild. Zwei Drittel der Führungskräfte messen Diversität eine hohe Bedeutung bei, während Nachhaltigkeit und Umweltschutz von etwa drei Vierteln als wichtig für das eigene Unternehmen eingeschätzt werden.

Medien sollten eine ausreichende Förderung erhalten, damit sie wirtschaftlich unabhängig von den Regierenden sind/ Ich finde es wichtig, dass Werbung in österreichischen Medien geschaltet wird, um die Medien zu unterstützen und die Wertschöpfung in Österreich zu halten. © Ifes

Starke Unterstützung für Medienstandort Österreich

Im Bereich Medienpolitik und Werbung positionieren sich Führungskräfte ebenfalls eindeutig. 77 Prozent sprechen sich für eine ausreichende Förderung von Medien aus, um deren Unabhängigkeit zu sichern. 81 Prozent halten es für wichtig, Werbebudgets in österreichischen Medien zu platzieren, um die Wertschöpfung im Inland zu stärken. Gleichzeitig zeigt sich eine Verschiebung der Werbeausgaben in Richtung internationaler Digitalkonzerne.

Tageszeitungen © Ifes

Hohe Reichweiten klassischer Medien bei Führungskräften

Der Medienkonsum unter Entscheidungsträger:innen bleibt auf hohem Niveau. Mehr als zwei Drittel nutzen täglich Print- oder E-Paper-Angebote von Tageszeitungen. Insgesamt erreichen diese eine Print-Reichweite von 68,3 Prozent, während die Gesamt-Markenreichweite bei 74,4 Prozent liegt. Der Standard, Die Presse, Kleine Zeitung, Kronen Zeitung, Kurier, OÖ Nachrichten, Salzburger Nachrichten und Tiroler Tageszeitung erzielen gemeinsam also eine Print-Reichweite von 68,3 Prozent. 

Bei den Tageszeitungen liegt die Kronen Zeitung vor dem DerStandard, sowohl im "Weitester Leserkreis - WLK" als auch bei "Leser:innen pro Ausgabe - LpA" und dem "Cross-Media-Reach/Tag - CMR-Tag". 

Wochentitel © Ifes

Durch die zusätzliche Berücksichtigung von Newslettern und Social Media steigt die erweiterte Reichweite weiter an. Auch Wochen- und Monatsmedien erzielen in dieser Zielgruppe deutlich höhere Werte als in der Gesamtbevölkerung.

Bei den Wochenzeitungen hat profil die meisten Leser:innen vor NÖN und News. Im Segment der Monatsmagazine und Zeitungen liegen die Zeitungen der Wirtschaftskammer mit einer crossmedialen Reichweite von 45,3 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen Falstaff mit 31 Prozent sowie Gewinn mit 25,5  Prozent und trend.Premium mit 20,8 Prozent. 

Magazine und Zeitungen © Ifes

Struktur und Merkmale der Zielgruppe

Die Zusammensetzung der Entscheidungsträger:innen zeigt eine klare Verteilung nach Funktion und Unternehmensgröße. Ein erheblicher Anteil ist in leitenden Positionen größerer Unternehmen tätig, während Eigentümer:innen und Geschäftsführer:innen ebenfalls stark vertreten sind.

Die Zielgruppe zeichnet sich durch ein hohes Bildungsniveau und überdurchschnittliche Einkommen aus. Mehr als die Hälfte verfügt über einen Hochschulabschluss, das durchschnittliche Netto-Jahreseinkommen liegt bei rund 83.000 Euro. Gleichzeitig liegt die wöchentliche Arbeitszeit deutlich über jener der Gesamtbevölkerung.

Meinungsführerschaft als wirtschaftlicher Faktor

Ein Teil der Führungskräfte nimmt eine besondere Rolle als Meinungsführer:innen in unterschiedlichen Konsumbereichen ein. Diese Personen fungieren als Ratgeber:innen, greifen Trends früh auf und zeigen eine erhöhte Investitionsbereitschaft. Ein kleiner Anteil vereint diese Eigenschaften in mehreren Bereichen und zählt damit zu den Top-Opinion-Leader:innen.

www.ifes.at

Über die LAE – Leseranalyse Entscheidungsträger:innen 2025

Die Befragung wird in zwei Teilen durchgeführt: In einem ersten Schritt werden Unternehmen telefonisch kontaktiert und die Entscheidungsstrukturen in zentralen Geschäftsbereichen (wie Geschäftsführung, Finanzen, Einkauf, Personal, Marketing, IT, F&E, Logistik etc.) eruiert. Anschließend wird eine Führungskraft aus einem der Bereiche ausgewählt und zu einem anschließenden Online-Interview eingeladen.

In der aktuellen Durchführung wurden die Entscheidungsstrukturen in rund 5.500 Unternehmen erfasst, aus denen schließlich 3.040 Entscheidungsträger:innen befragt werden konnten. 

Die Grundgesamtheit, aus der diese Unternehmen und Führungskräfte stammen sind rund 111.000 Unternehmen in Österreich mit mindestens fünf Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind rund 356.000 Entscheidungs-träger:innen tätig. Diese Zahl wird aus den erhobenen Entscheidungsstrukturen geschätzt. In den Unternehmen sind rund 3,9 Millionen Erwerbstätige beschäftigt – der Anteil der Führungskräfte liegt somit bei neun Prozent. In den kleineren Unternehmen beträgt die Führungsspanne im Schnitt 1:5, d.h. eine Führungskraft verantwortet fünf Mitarbeitende. In größeren Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden ist eine Führungsspanne von 1:30 üblich.

Die befragten Entscheidungsträger:innen stammen sowohl aus der Privatwirtschaft (zu rd. 80%) als auch aus der Gemeinwirtschaft (zu rd. 20%), zu der neben der öffentlichen Verwaltung insbesondere auch Erziehung und Unterricht sowie Gesundheit und Sozialwesen gezählt werden.
Zur Grundgesamtheit der Privatwirtschaft liegen auch wirtschaftliche Kennzahlen vor: Die Unternehmen erlösen einen Umsatz von 737 Milliarden Euro, tätigen Beschaffungen im Wert von 542 Milliarden Euro und investieren 38 Milliarden Euro.

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Über die LAE – Leseranalyse Entscheidungsträger:innen 2025

Die Befragung wird in zwei Teilen durchgeführt: In einem ersten Schritt werden Unternehmen telefonisch kontaktiert und die Entscheidungsstrukturen in zentralen Geschäftsbereichen (wie Geschäftsführung, Finanzen, Einkauf, Personal, Marketing, IT, F&E, Logistik etc.) eruiert. Anschließend wird eine Führungskraft aus einem der Bereiche ausgewählt und zu einem anschließenden Online-Interview eingeladen.

In der aktuellen Durchführung wurden die Entscheidungsstrukturen in rund 5.500 Unternehmen erfasst, aus denen schließlich 3.040 Entscheidungsträger:innen befragt werden konnten. 

Die Grundgesamtheit, aus der diese Unternehmen und Führungskräfte stammen sind rund 111.000 Unternehmen in Österreich mit mindestens fünf Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind rund 356.000 Entscheidungs-träger:innen tätig. Diese Zahl wird aus den erhobenen Entscheidungsstrukturen geschätzt. In den Unternehmen sind rund 3,9 Millionen Erwerbstätige beschäftigt – der Anteil der Führungskräfte liegt somit bei neun Prozent. In den kleineren Unternehmen beträgt die Führungsspanne im Schnitt 1:5, d.h. eine Führungskraft verantwortet fünf Mitarbeitende. In größeren Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden ist eine Führungsspanne von 1:30 üblich.

Die befragten Entscheidungsträger:innen stammen sowohl aus der Privatwirtschaft (zu rd. 80%) als auch aus der Gemeinwirtschaft (zu rd. 20%), zu der neben der öffentlichen Verwaltung insbesondere auch Erziehung und Unterricht sowie Gesundheit und Sozialwesen gezählt werden.
Zur Grundgesamtheit der Privatwirtschaft liegen auch wirtschaftliche Kennzahlen vor: Die Unternehmen erlösen einen Umsatz von 737 Milliarden Euro, tätigen Beschaffungen im Wert von 542 Milliarden Euro und investieren 38 Milliarden Euro.

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