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"Wir müssen alle Technologien nützen, um die globale Klimawende zu schaffen"

Im Rahmen des zweiten eFuel Kongresses diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik darüber, wie ein klimaneutrales Energiesystem in der Praxis funktionieren kann. Außerdem wurden die Students Awards verliehen. LEADERSNET.tv war vor Ort und holte Experten und Preisträger:innen vor die Kamera.

Nach der ersten Ausgabe (LEADERSNET berichtete) ging vor wenigen Tagen der zweite Wiener eFuel Kongress (eKKon) in Wien über die Bühne. Die zweitätige Veranstaltung unterstützt den breiten öffentlichen Diskurs rund um den Einsatz klimaneutraler Energieträger im Bereich Mobilität und anderen Sektoren als Mittel der Reduktion der CO2-Emissionen. Ziel des internationalen Wissensaustauschs, der von der eFuel Alliance Österreich organisiert wurde, sei es, tragfähige Lösungsansätze zu finden, die den EU-Mitgliedstaaten in Zukunft ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Eigenständigkeit in der Energie- und Treibstoffversorgung erlauben, die Technologiekompetenz in Europa ausbauen und die äußerst hochgesteckten Klimaschutzziele der EU bis 2030 erfüllen.

Technologie und Forschung

Renommierte Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten darüber, wie ein klimaneutrales Energiesystem in der Praxis funktionieren kann. Am Eröffnungstag gab es bereits ein klares Bekenntnis zu Technologieoffenheit, wissenschaftlicher Forschung, investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen und globalen Energiepartnerschaften.

"Klimaschutz ist eine der zentralen Aufgaben unserer Generation. Unsere Ziele sind ambitioniert: Bis 2030 100 Prozent erneuerbarer Strom in und aus Österreich und bis 2040 Klimaneutralität in Österreich – zehn Jahre vor der EU. Damit wir diese Klimaziele erreichen, brauchen wir Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit. Wir dürfen uns jedenfalls nicht auf einige wenige Technologien konzentrieren, sondern müssen weiter technologieoffen bleiben. Wir brauchen somit auch innovative Lösungen und alle umweltfreundlichen Technologien für die Mobilität. Auch E-Fuels werden hier eine wichtige Rolle spielen", sagte Finanzminister Magnus Brunner.

Kompetenz bei "grünen" Verbrennern aufbauen

"Angesichts der enormen Herausforderungen bei der Dekarbonisierung im Verkehrsbereich werden wir alle derzeit verfügbaren bzw. in verschiedenen Entwicklungsstadien befindlichen neuen, allesamt nichtfossilen Energieträger benötigen, um die hochgesteckten klimapolitischen Ziele erreichen zu können. Im Wettbewerb mit anderen, klimapolitisch weit weniger ambitionierten Weltregionen kann es sich Europa nicht leisten, durch Überregulierung und voreilige Technologiefestlegungen die Ziele zu verfehlen und gleichzeitig die Leistbarkeit der Energieversorgung zu gefährden. Das gefährdet dann nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand, sondern auch den sozialen Frieden. Daher müssen wir die Transformation mit größtmöglicher Technologieoffenheit angehen und dabei sicherstellen, dass klimaneutrale Alternativen wie eFuels rechtzeitig zur Verfügung stehen. Europa muss daher rasch Kompetenz bei 'grünen' Verbrennern aufbauen", so Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, der sich klar zu Klimaschutz bekennt, in der Transformationsaufgabe aber auch einigen Sprengstoff sieht.

Wirtschaftlicher Fortschritt durch eFuels

In seiner Keynote hob auch Gunther Beger, Managing Director der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), synthetische Kraftstoffe als Hoffnungsträger der Klimawende hervor: "eFuels können ein wichtiger Baustein zum Erreichen unserer Klima- und Entwicklungsziele werden. Neben ihrem weitreichenden Dekarbonisierungspotenzial bieten sie die Chance, wirtschaftlichen Fortschritt in Entwicklungsländern mit guten Produktionsbedingungen voranzutreiben – eine mögliche Win-Win Situation. Um die Nachhaltigkeit von eFuels sicherzustellen, muss dabei die Auslagerung von Emissionen vom globalen Norden in den Süden verhindert werden."

Die Expert:innen waren sich einig, dass die Politik in Europa endlich investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und praxisorientierte Normierungen schaffen muss. Wie das gehen könnte zeigte Kate Kalutkiewicz, Leiterin der Trade Practice McLarty Associates in Washington. 

Klimawandel und Technologien

"Wir müssen weg von Verboten, die Europa schwächen. Weltweit steigen die Emissionen, nur in Europa fallen sie. Die Gründe dafür sind die hohen Energiepreise, aber auch, dass die Produktion zunehmen ins Ausland verlagert wird. Aber CO2 hat keinen Reisepass, daher müssen wir die Klimawende global denken. Wenn wir sehen, dass sich China und Japan, aber auch andere Länder, bereits von einer Electric-Only-Strategie verabschiedet haben, sollten wir nicht daran festhalten. Wir müssen alle Technologien nützen, um die globale Klimawende zu schaffen. Die Politik sollte sich darauf beschränken, die Ziele vorzugeben und dann der Wirtschaft die Chance geben, die bestmögliche Lösung zu finden", so Jürgen Roth, Vorstandsvorsitzender der eFuel Alliance und Veranstalter der eKKon, der sich ebenfalls für eine umfassende Technologieneutralität einsetzt.

Aufstrebende Wissenschaftler:innen

Schon zum zweiten Mal wurden im Rahmen des Kongresses akademische Arbeiten junger ambitionierter Wissenschaftler:innen aus Österreich ausgezeichnet, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und praxisrelevante Fragestellungen aufgreifen. Die Awards wurden im Wiener Rathaus im Rahmen einer Gala mit hochkarätigen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verliehen. 

Die begehrten Auszeichnungen wurden von eFuel Alliance-Generalsekretär Stephan Schwarzer gemeinsam mit dem Grazer TU-Professor Helmut Eichlseder und dem Experten für Energietransformation der Wirtschaftskammer Österreich Jürgen Streitner und den Sponsoren überreicht (Die Gewinner:innen sehen Sie in der Infobox).

LEADERSNET.tv holte bei der Konferenz Jürgen Roth, Vorstand eFuel Alliance, Gunther Beger, Managing Director UNIDO, Magnus Brunner, Bundesminister für Finanzen, Karlheinz Kopf, WKÖ Generalsekretär und bei den eKKon Students Awards Helmut Eichlseder, Universitätsprofessor TU-Graz und Laudator, Stephan Schwarzer, Geschäftsführer eFuel Alliance, Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke und die Preisträger:innen Daniel Reiner, Simon Pratschner, Hannah Rabl, Jonathan Parzer und Sascha Primisser, vor die Kamera.

Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.efuel-alliance.at

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eKKon Students Awards

Die Hauptpreise in der Kategorie Dissertation mit einem Preisgeld von jeweils  2.000 Euro gingen an:

Georg Stefan Pfleger, Uni Graz: "Influence of next generation sustainable gasoline fuels on detailed hydrocarbon emissions of internal combustion engines" 

Thomas Franz Aschauer, TU-Graz: "Hydrogen powered vehicles in non-road environments" 

Marcel Lackner, TU-Graz: "Investigation of Hydrogen Combustion Concepts for Large Bore Engines Used in a Marine Application"

 

Die Preise in der Kategorie Bachelor- und Masterarbeit mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro gingen an:

Daniel Reiner, TU-Graz: "Untersuchung der Reformierung industrieller Abgase zur Erzeugung von hochreinem Synthesegas zur Herstellung von E-Fuels"

Justus Maria Daubenbüchel, Uni Wien: "Die Entwicklung erneuerbarer Kraftstoffe für den Schwerlast-Lkw Fuhrpark österreichischer Transportunternehmen in der mittel- bis langfristigen Betrachtung" 

Gabriel Johannes Schuster, WU-Wien: "Kann Wasserstoff als Enabler für eine zukunftsfähige Transportflotte in Österreich tätiger Unternehmen fungieren?" 

Peter Kappacher, TU-Graz: "Wirkungsgradoptimierung eines Wasserstoffmotors mit Hochdruckeinblasung und Pilotzündung" 

Simon Pratschner, TU-Wien: "Power-to-Green Methanol – a Concept Study"

Hannah Rabl, TU-Wien: Microwave assisted synthesis of MOCHAs and their application in (photo)electrocatalytic syngas production" 

Tobias Berger, TU-Wien: "Methanol Dampfreformierung mittels Perowskit Katalysatoren" 

 

Mit einem Sonderpreis von zusammen 1.000 Euro wurden ausgezeichnet:

Jonathan Parzer und Sascha Primisser, HTL Mödling: "Vergleich von verschiedenen Kraftstoffarten" 

Jonathan Rollenitz, TU-Wien: "Modified Pechini Synthesis of Perovskite Catalysts for Chemical Energy Conversion" 

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eKKon Students Awards

Die Hauptpreise in der Kategorie Dissertation mit einem Preisgeld von jeweils  2.000 Euro gingen an:

Georg Stefan Pfleger, Uni Graz: "Influence of next generation sustainable gasoline fuels on detailed hydrocarbon emissions of internal combustion engines" 

Thomas Franz Aschauer, TU-Graz: "Hydrogen powered vehicles in non-road environments" 

Marcel Lackner, TU-Graz: "Investigation of Hydrogen Combustion Concepts for Large Bore Engines Used in a Marine Application"

 

Die Preise in der Kategorie Bachelor- und Masterarbeit mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro gingen an:

Daniel Reiner, TU-Graz: "Untersuchung der Reformierung industrieller Abgase zur Erzeugung von hochreinem Synthesegas zur Herstellung von E-Fuels"

Justus Maria Daubenbüchel, Uni Wien: "Die Entwicklung erneuerbarer Kraftstoffe für den Schwerlast-Lkw Fuhrpark österreichischer Transportunternehmen in der mittel- bis langfristigen Betrachtung" 

Gabriel Johannes Schuster, WU-Wien: "Kann Wasserstoff als Enabler für eine zukunftsfähige Transportflotte in Österreich tätiger Unternehmen fungieren?" 

Peter Kappacher, TU-Graz: "Wirkungsgradoptimierung eines Wasserstoffmotors mit Hochdruckeinblasung und Pilotzündung" 

Simon Pratschner, TU-Wien: "Power-to-Green Methanol – a Concept Study"

Hannah Rabl, TU-Wien: Microwave assisted synthesis of MOCHAs and their application in (photo)electrocatalytic syngas production" 

Tobias Berger, TU-Wien: "Methanol Dampfreformierung mittels Perowskit Katalysatoren" 

 

Mit einem Sonderpreis von zusammen 1.000 Euro wurden ausgezeichnet:

Jonathan Parzer und Sascha Primisser, HTL Mödling: "Vergleich von verschiedenen Kraftstoffarten" 

Jonathan Rollenitz, TU-Wien: "Modified Pechini Synthesis of Perovskite Catalysts for Chemical Energy Conversion" 

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