Eine Entwicklung aus Wiener Neustadt soll Patienten mit Alterssichtigkeit helfen

| Redaktion 
| 14.12.2023

Die ACMIT GmbH stellt nun Hilfe für Betroffene in Aussicht. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner besichtigte das Labor.

Wenn Patient:innen mit Alterssichtigkeit eine künstliche Augenlinse eingesetzt wird, ändert sich damit auch die Art des Sehens, heißt es vonseiten der ACMIT GmbH. Mit einer – laut Eigenangaben – weltweit einzigartigen Entwicklung  sollen Patient:innen nun zum ersten Mal schon vor der Operation testen, wie sie mit der künstlichen Linse sehen werden.

"Weltweit einzigartig"

"Innovationen im Bereich Medizin-Technologie, wie sie am Technopol Wiener Neustadt vorangetrieben werden, verbessern die medizinische Versorgung und kommen ganz praxisorientiert den Patient:innen zugute. Die aktuelle Entwicklung – weltweit einzigartig – ist ein Best-Practice Beispiel für die herausragende Kompetenz der hier angesiedelten Betriebe. Ich gratuliere dem Unternehmen zu diesem tollen neuen Medizinprodukt und es freut mich sehr, dass wir als Land Niederösterreich durch die Förderung der ACMIT GmbH im Rahmen von Comet unseren Beitrag zu so bahnbrechenden Entwicklungen leisten können", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

So funktioniert es

Mit zunehmendem Alter verliert das Auge die Fähigkeit zur Anpassung an verschiedene Sehentfernungen. Diese Alterssichtigkeit wird hauptsächlich durch eine Verhärtung der natürlichen Augenlinse verursacht. Abhilfe kann die Implantation einer künstlichen Linse (Intraokularlinse, IOL) schaffen, wobei verschiedene Linsentypen zur Auswahl stehen. Vor der Operation ist es daher wichtig, jeweils das individuell beste Linsenmodell zu finden. Das war bisher nur im Rahmen eines ärztlichen Beratungsgesprächs und anhand von Beispielbildern möglich. Projektkoordinator Martin Kornfeld, ACMIT GmbH: "Der wesentliche Nutzen unserer Entwicklung besteht darin, dass Menschen bereits vor der Operation unterschiedliche Linsen 'ausprobieren' können und so die für sie individuell am besten passende auswählen können. Damit wird eine maximale Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten erreicht und das Risiko einer Nachoperation reduziert."

ACMIT hat das optische System RALV (Real Artificial Lens Vision) in Kooperation mit der 1stQ Deutschland GmbH entwickelt, einem international renommierten Hersteller von Intraokularlinsen. Die Weiterentwicklung und Vermarktung erfolgt durch das neu gegründete Spin-off Dezimal GmbH.

www.dezimal.me

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