Die schönsten Schotterteiche in Österreich

| Redaktion 
| 02.08.2022

Der "Windradlteich" ist besonders beliebt.

Österreich ist rohstoffreich. Unser Land verfügt über reiche Vorkommen an Natursteinen. Auf das ganze Land verteilt gibt es rund 950 Sand- und Kiesgruben und 350 Steinbrüche. Dort werden Granit, Gneis, Kalkstein, Marmor, Dolomit, Mergel, Quarz, Quarzit, Konglomerat und Sandstein, etc. gewonnen. Die durchschnittliche Transportweite – also von Gewinnungsstätte bis zum Einsatzort – liegt hierzulande bei nur etwa 25 Kilometer.

Die meisten Badeteiche sind aus Nassbaggerungen entstanden. Dabei füllen sich die einstigen Gewinnungsstätten mit Grundwasser und werden landschaftlich gestaltet und bepflanzt. So entstehen die geliebten Schotterteiche in unterschiedlichen Formen und Größen, die gerne zum Schwimmen und Baden genutzt werden.Baggerseen aus ehemaligen Tonstichen und Lehmgruben werden auch Ziegelteich genannt. Das "Forum mineralische Rohstoffe" hat sich nach den schönsten Teichen umgesehen.


1. Windradlteich Guntramsdorf (NÖ)

Mit ungefähr 1,8 Hektar Wasserfläche, umgeben von Schilf und naturbelassenen Liegeflächen, präsentiert sich der sandige, geschotterte Badeteich und bietet mit den Schattenplätzen und einem abgegrenzten Nichtschwimmerbereich eine willkommene Auszeit vom Alltag.

Der Ringstraße sei dank, denn ohne sie würde es auch den Windradlteich nicht geben. Ursprünglich ist der künstlich angelegte Teich durch den erhöhten Bedarf an Lehm, welcher für die Ziegelherstellung zum Bau der Ringstraße in Wien benötigt wurde, entstanden.


2. Badeteich Hirschstetten (W)

Der Badeteich Hirschstetten ist aus einer ehemaligen Schottergrube entstanden. In den 1960er Jahren begann man an der Grenze zu Breitenlee eine solche Schottergrube auszuheben. Man erreichte bald Grundwasser und so entstand ein Teich.

Heute liegt er inmitten des wachsenden Wohngebiets von Hirschstetten und punktet vor allem mit seiner guten Wasserqualität und der grünen Szenerie entlang von Ufer und Liegewiesen. Am Süd-West-Ufer des Teichs, im unteren Bereich der Spargelfeldstraße, gibt es eine Hundezone mit Auslauf und Hundebadezone. Das Gewässer ist rund 128.000 m2 groß und bis zu 10 Meter tief. Der Eintritt ist frei, der See ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich.


3. Badesee Rossau (T)

Der Badesee am Rand von Innsbruck im Stadtteil Amras wird Baggersee Rossau oder Baggersee Innsbruck genannt. Mit einer Fläche von 2,8 ha ist er nach dem Lanser See der zweitgrößte See im Stadtgebiet. Das Angebot kann sich sehen lassen und reicht von 53.000 m² Liegefläche über einen Abenteuerspielplatz mit Rutschen und einem Indianerlager bis zu Grillstationen und Restaurant.

Auf dem Gelände des heutigen Baggersees wurde früher von einem Unternehmen Schotter gewonnen. Nach dem Auslaufen des Pachtvertrags im Jahr 1975 wurde der Weiterbestand als Badesee beschlossen. Die Ufer wurden abgeflacht, die Fläche bepflanzt und eine erste Infrastruktur eingerichtet.


4. Silbersee (K)

Kärnten kann mit einer Vielzahl an wunderschönen Seen aufwarten. Aber auch Schotterteiche finden sind dort. So etwa der Silbersee, der sich Rande der Ortschaft St. Ulrich und in unmittelbarer Nähe zur Drau befindet. Dieser Schotterteich erstreckt sich auf einer Fläche von 8,4 Hektar und hat eine maximale Tiefe von 7 Metern. Der Silbersee ist einer der wenigen Seen in Kärnten mit ganzjährig freiem Zugang. Im Sommer wird gratis gebadet, im Winter lockt das Eislaufen.

Übrigens: Der See entstand Anfang der 1970er Jahre im Zuge des Baus der Südautobahn im Bereich Villach. Der Name des Silbersees stammt ursprünglich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, vom gleichnamigen See in Karl Mays Roman „Der Schatz im Silbersee“, sondern spielt auf die einstige Wasserfarbe an. Früher, als die Umgebung noch eine reine Schotterlandschaft war und das Wasser noch sehr wenige organische Schwebstoffe enthielt, konnte man bei tiefem Sonnenstand das Wasser silbrig glänzen sehen.


5. Salzachseen (SBG)

Unter der Bezeichnung „Salzachseen“ versteht man eine Reihe von kleineren künstlichen stehenden Gewässern, die im Wesentlichen um 1940 in Salzburg als Baggerseen entstanden sind. Grund für den Aushub war der Bau der damaligen Autobahn nach Wien.

Der Badesee Liefering ist der kleinste der Salzachseen und hat eine Fläche von 22.000 m². Er ist maximal drei Meter tief und wird ausschließlich von Grundwasser gespeist. Rund um den See bieten großzügig angelegte Liegeflächen Platz zur Entspannung. Umkleidekabinen und Kaltwasserduschen sind vorhanden.


6. Baggersee Paspels (VBG)

Der Naturbadesee im Vorarlberger Rheintal hat sich über die Jahre zu einem begehrten Erholungsgebiet entwickelt. Das in einem Kiesbecken liegende, saubere Grundwasser wird zum Fischen und Baden genutzt. Der See kann großteiles umwandert werden und ist sogar Teil des Jakobsweg. Die idyllische Umgebung spricht für sich - an sonnigen Tagen hat man vom Badeplatz aus einem imposanten Ausblick auf die Schweizer Gipfel.

Entstanden ist das beliebte Gewässer im Vorarlberger Rheintal ist durch Kiesbaggerungen in den 1960er Jahren. Der Untergrund besteht aus posttektonischen Lockersedimenten (Kies mit Sand und Schluff wechseln). Der See wird durch Grundwasser gespeist und weist eine Fläche von rund 15 Hektar und eine maximale Wassertiefe von ca. 28 Meter auf.

7. Badeteich Apetlon (BGLD)

Relativ versteckt in der flachen Landschaft des Seewinkels liegt der Apetloner Badeteich. Die ehemalige Schottergrube lockt im Hochsommer mit angenehmen 23 Grad und an manchen Stellen bis zu acht Meter tief.

Auf der zirka acht Hektar großen Anlage, die mitten im Nationalpark Neusiedler See liegt, spenden viele Bäume Schatten. Es ist ein wahres Kleinod für Naturliebhaber. Für das leibliche Wohl sorgt ein Strandbuffet. Aber auch Aktivitäten wie Volleyball, Tischtennis, ein Kinderspielplatz und ein Floß werden geboten.

8. Pleschinger Badesee (OÖ)

Durch seine unmittelbare Lage neben der Stadtgrenze zu Linz ist der Badesee ein beliebtes Naherholungsgebiet. Sogar als im Jahr 1976 noch ein Schotterbagger mit Greifer am Seil am Seeufer stand, ließen sich die Menschen nicht abhalten und nutzten den See zum Schwimmen.

Damas war das Gewässer noch durch einen schmalen Steg zweigeteilt und die frischen Böschungen wiesen noch kaum Bewuchs auf. Über die Jahre hat sich das Gebiet zu einer wahren Naturoase entwickelt.

Das Areal umfasst den Badesee, den Grüngürtel mit diversen Parkplätzen, Restaurants und Imbissbuden sowie Spielplätze, einen Zeltplatz und eine Kleingartenanlage. Für Freunde der Freikörperkultur gibt es bereits seit 1982 ein direkt am See gelegenes FKK-Gelände.

9. Tieber See (STMK)

Das heutige Tieber Freizeit Zentrum ist von jeher in Familienbesitz der Familie Tieber und entstand in den 70er Jahren als Schotterteich. Nach Ausschöpfung der Schottervorkommnisse wurde der Schotterteich 1987 offiziell zum Badeteich. Viele Sport-Möglichkeiten (Fußball, Basketball und Beach-Volleyball-Platz), Campingplatz mit Fixstandplätzen, Bootsverleih, Gastronomie und Seepavillon locken die Badegäste.

Die Wassertiefe von 3-10 Metern ist Garant für die gleichbleibende Wasserqualität des Teichs, die zudem regelmäßig durch das Hygieneinstitut Graz geprüft wird. Das Tieber Freizeitzentrum liegt nahe Frohnleiten, nur 25 Kilometer nördlich von Graz.


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