25 Topmanager starten neue Initiative für die "Wirtschaft der Zukunft"

Energiewirtschaft, Tourismus und Mobilität ziehen in Sachen Nachhaltigkeit an einem Strang. ÖBB, Asfinag, Verbund, OHV, VOR und Co. sind an Bord.

Vor rund drei Monaten haben heimische Top-Unternehmer die Initiative "CEOs for future" gegründet. Den Stein ins Rollen brachten Birgit Kraft-Kinz und Karl Kienzl, wie sie in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gaben. "Die Politik schafft Rahmenbedingungen, die Jugend rebelliert und will Veränderung, aber die, die etwas ändern können sind die Top-Manager des Landes. Daher braucht es eine partei- und branchenübergreifende Plattform", so die Initiatoren. Als erster Partner aus der Wirtschaft kam dann Wolfgang Anzengruber, bis Ende 2020 war er Vorstandsvorsitzender der Verbund AG, an Bord. "Wir wollen nicht nur reden und denken, sondern tun", so Anzengruber. 

economy4future Initiative für Lehrlinge & junge MitarbeiterInnen

Nun erfolgte der Launch der Lehrlingsinitiative. Die 25 TopmanagerInnen aus heimischen Unternehmen repräsentieren mehr als 410.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als 11.000 Lehrlinge in den Unternehmen, was einem Anteil von 10 Prozent aller österreichischen Lehrlinge entspricht. Ziel von "economy4future" ist es, über fünf Schritte gemeinsam den Pariser Klimazielen näher zu kommen.

Eine wirkungsvolle, nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft sei  unerlässlich und die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte der Zukunft müsse in den Mittelpunkt gestellt werden, ist sich auch ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä sicher. Als ÖBB spüre man die negativen Auswirkungen des Klimawandels schon heute. "Für Corona gibt es Impfungen, für den Klimawandel gibt es nur konsequentes Handeln", so Matthä. Den Kampf gegen den Klimawandel wolle man aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger führen. "Ich plädiere für einen Dialog auf Augenhöhe und die Einbindung der Jugend. Gemeinsam kann man die Bewusstseinsbildung weiter forcieren. Die Jungen sind die Klimaretter von Morgen", ist sich Matthä sicher. Die ÖBB seien schon jetzt das größte Klimaschutzunternehmen im Mobilitätsbereich in Österreich.

"Die jungen  Mitarbeiter sind die besten Botschafter"

"Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für uns als Verbund des Regional- und Nahverkehrs der gesamten Ostregion seit Beginn an Teil unserer DNA. Unsere jungen MitarbeiterInnen sind nicht nur unsere stärksten BotschafterInnen, sie sind auch unsere WissensträgerInnen für morgen: Wir fragen ihre Bedürfnisse und Erwartungen ab und nehmen diese in unseren Planungen auf", so Karin Zipperer, VOR-Geschäftsführerin.

Michaela Reitterer, OHV Präsidentin und Hoteliere des Boutiquehotels Stadthalle in Wien, ergänzt: "Der Tourismus ist aktuell hart getroffen – unser Sektor ist einer der wichtigste Lehrlingsausbildner des Landes. Deshalb engagieren wir uns bei economy4future und tragen die Initiative mit." Sie selbst sei schon lange ein "großer Fan der Sustainable Development Goals (SDGs)" und engagiert sich seit vielen jahren mit ihrem eigenen Hotel für das Thema Nachhaltigkeit .

"Die unternehmerischen Mittel fehlen"

Junge Menschen haben sehr viele hervorragende Ideen, aber die unternehmerischen Mittel fehlen oft. Daher sei diese Initiative besonders wichtig, sagt Hartwig Hufnagl, Vorstand ASFINAG. "Als ASFINAG sehen wir uns als Teil der Mobilitätswende und  arbeiten schon seit Jahren an diesen Zielen." Man stehe aktuell vor der Herausforderung, den Verkehr der Zukunft neu und besser zu organisieren. "Diesen Weg werden wir gemeinsam mit allen unseren MitarbeiterInnen gehen, daher unterstützen wir die economy4future-Initiative aus voller Überzeugung", sagt Hartwig Hufnagl abschließend. (jw)

www.ceosforfuture.at

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Fünf Schritte, um gemeinsam den Pariser Klimazielen näher zu kommen:

1. Erstellung von Modulen für die Lehrlingsausbildung. Dazu zählen Lehrinhalte, Workshops, aber auch Diskussionen;
2. Einführung eines unternehmensinternen Dialogs und Austausches zwischen den Führungskräften und jungen MitarbeiterInnen und Lehrlingen;
3. Schaffung eines branchen- bzw. unternehmensübergreifenden Austausches anhand des CEOS FOR FUTURE Zukunftsdialogs;
4. Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den TopmanagerInnen über TopmanagerInnen Calls
5. Dokumentation konkreter Ergebnisse.

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