Incentives für Mitarbeiter: Wichtiger denn jemals zuvor

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten Monaten stark verändert. Die angespannte Lage zeigt zwei verschiedene Pole.

Während einige Branchen aufgrund des durch die rechtlichen Rahmenbedingungen bedingten Konjunkturabschwungs zahlreiche Mitarbeiter entlassen haben oder sogar ihre Türen für immer schließen mussten, suchen andere Firmen händeringend nach Mitarbeitern. Bei Letzteren handelt es sich vor allem um Betriebe des Logistiksektors, des Einzelhandels sowie des Pflegebereichs.

Eine Situation, die Personalverantwortliche vor große Aufgaben stellt. Denn für sie gilt es nicht nur, neue Mitarbeiter zu finden, sondern auch das bestehende Team in jedem Fall zu halten. Neben finanziellen Anreizen sind es häufig zusätzliche Incentives, die für die Arbeitnehmer ausschlaggebend sind.

Den Laden am Laufen halten

Vor allem in der Zeit des ersten Lockdowns, als die Situation für die Gesellschaft noch sehr neu war und der weitere Verlauf alles andere als gewiss, gab es Teammitglieder in jedem Unternehmen, das sich noch in Betrieb befand, das alles Mögliche unternommen hat, um den Laden weiter am Laufen zu halten. In nicht wenigen Fällen hat sie dies allerdings auch an den Rande ihrer Leistungsfähigkeit gebracht.

Nicht nur, weil die Arbeitsabläufe durch Hygienevorschriften zusätzlich erschwert wurden, sondern mitunter auch Kollegen in Quarantäne mussten und dadurch die Arbeitslast auf die noch verbleibenden Teammitglieder entfiel. Gerade jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in dieser Zeit so viel geleistet haben, sollten entsprechende Wertschätzung erfahren und Personalentscheider haben mehrere Möglichkeiten dazu.

Die verschiedenen Formen der Sachzuwendungen

Unternehmen, die auf Incentives für Mitarbeiter setzen, kennen dabei häufig verschiedene Arten von Sachzuwendungen. Die gebräuchlichste davon sind wahrscheinlich Essenszuschüsse. Vor allem dann, wenn der Betrieb über eine eigene Betriebskantine verfügt, wird dieses Mittel gerne gewählt. Denn damit wird einerseits für eine gute Auslastung der Kantine gesorgt, andererseits wird auch das Teambuilding unterstützt, wenn Kollegen gemeinsam essen gehen. Doch auch, wenn die Essenszuschüsse für externe Restaurants einlösbar sind, wird diese Form von Benefit von Mitarbeitern durchaus positiv angesehen.

Eine andere Form der Sachzuwendung können Tankgutscheine oder generell Einkaufsgutscheine für bestimmte Zwecke sein. Besonders interessant für die Arbeitnehmer werden solche Sachbezüge allerdings vor allem dann, wenn sie nicht zweckgebunden sind. Denn in diesem Fall kann jeder selbst entscheiden, wofür diese Mitarbeitergeschenke verwendet werden sollen. Sei es für den Konsum von Produkten oder aber auch Dienstleistungen. Schließlich sind auch die Interessen und Vorlieben der Menschen im Personal unterschiedlich. Nach § 3. Abs. 1 EStG 1988 können bis zu 186 € pro Mitarbeiter und Jahr als steuerfreies Sachgeschenk im Rahmen einer Betriebsveranstaltung ausgegeben werden.

Warum Sach-Benefits der Gehaltserhöhung vorgezogen werden

Auf den ersten Blick scheint es häufig, dass eine rein finanzielle Zuwendung der Sachzuwendung immer vorgezogen werden sollte. Doch dies ist nicht der Fall und das aus gutem Grund. Ein wesentlicher liegt im Steuersystem.

Denn während etwa eine Gehaltserhöhung ebenso steuerpflichtig ist wie das bisherige Gehalt oder im schlimmsten Fall sogar zur Veränderung der Steuerklasse führen kann, sind Sachbezüge durchaus steuerfrei, solange bestimmte Freigrenzen eingehalten werden. Während somit etwa 50 Euro in Form einer Gehaltserhöhung versteuert werden müssten und netto nur ein Teil davon übrigbleiben würde, kann eine Sachzuwendung in voller Höhe genossen werden.

Mitarbeiterbindung stärken

Ein Aspekt, der vor allem von Personalabteilungen gesehen wird, wenn es darum geht, Incentives für die Mitarbeiter zu schaffen, ist der die Mitarbeiterbindung zu stärken. Denn vor allem bei regelmäßigen Benefits, die zusätzlich zum Gehalt vom Unternehmen geleistet werden, werden nicht nur positiv wahrgenommen, sondern können auch stark zur Verbesserung des Betriebsklimas und der Zufriedenheit am Arbeitsplatz beitragen. Schnell gewöhnen sich die Arbeitnehmer daran.

Bei einem möglichen Arbeitsplatzwechsel müsste dann auch der Verzicht auf die Unternehmensleistungen in Sachform in Kauf genommen werden, was einer von vielen Faktoren sein kann, dem eigenen Unternehmen doch treu zu bleiben. Mit einem solchen Incentive steht Personalverantwortlichen daher ein wichtiges Werkzeug zur Verfügung, das durch kleine Gesten viel bewirken kann.

 

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