Facebook holt sich das "Kurzvideo-Monopol" für Social Media

Der Tech-Gigant hat Giphy aufgekauft und will es auf Instagram implementieren.

In einem Blogpost verkündete Facebooks Vice President of Product, Vishal Shah, Facebooks jüngsten Großeinkauf und löste damit eine virtuelle Kettenreaktion aus: Mit den Worten "Facebook begrüsst Giphy als Teil des Instagram-Teams." Giphy ist der größte und am meiste genutzte Dienst für die Integration animierter Kurzvideos, die sich auf Social Media und in Messengerdiensten wie WhatsApp hoher Beliebtheit erfreuen.

Unsere Kollegen vom Horizont beschreiben es als "gewissermassen das Wikipedia der äusserst beliebten Ultrakurzvideoform"– und jetzt gehört es auch zu Facebook. Mark Zuckerbergs Social Media Imperium wurde ja bereits durch den Ankauf von WhatsApp und Instagram beachtlich gestärkt.

Höchste Gif-Nutzung auf Instagram

Facebook plane, die Gif-Bibliothek weiter in Instagram und die anderen Facebook-Apps zu integrieren, schreibt Shah in dem Blogpost. Schon heute stammen 50 Prozent des Giphy-Datenverkehrs von WhatsApp, Instagram und Facebook (also der gesamten Facebook-App-Familie). Instagram macht dabei allein die Hälfte des Giphy-Datenverkehrs aus, was eine Vereinigung der beiden Dienste nicht unsinnvoll erscheinen lässt. Nun argumentiert Facebook, dass man es Menschen durch diesen Schritt erleichtern könne, die perfekten GIFs und Sticker in Stories zu finden.

Giphy soll die Bibliothek indessen weiter betreiben und "sich freuen, die Technologien weiterzuentwickeln". Auch User könnten weiterhin GIFs hochladen und sowohl Entwickler als auch API-Partner hätten weiterhin Zugriff auf die APIs von Giphy, erklärt Shah in seinem Post.

Verlieren TikTok, Twitter und Co. den Zugriff auf Giphy?

Unklar bleibt jedoch, wie es nach der Übernahme mit der Verwendung von Giphy in Facebook-fremden Apps aussieht. Die Frage, ob die Giphy-Bibliothek Apple-Apps, TikTok, Twitter und Co. weiterhin zur Verfügung stehen wird, beantwortet der Blogbeitrag nämlich nicht klar. Die nächste Frage, die sich in der Folge stellt, ist die des unlauteren Wettbewerbs.

Facebook steht laut dem Nachrichtenportal Axiom bereits auf dem Radar der US-amerikanischen Kartellbehörde, der Federal Trade Commission. Bundes- und Landesbehörden untersuchten Facebook auf mögliche wettbewerbswidrige Massnahmen, und auch kleinere Akquisitionen von werden geprüft. (red)

www.giphy.com

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