Modekette Jones sucht Investor

Wiener Label meldete im Herbst Insolvenz an und begab sich in ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. 

Das österreichische Damenmodelabel Jones mit 35 Filialen und 168 Mitarbeitern rutschte im September vergangenen Jahres in die Insolvenz. Als Gründe für die Misere wurden die fortschreitende Globalisierung der Modeindustrie, neue Onlinekonkurrenz, Preisverfall und geändertes Konsumverhalten angeführt.190 Gläubiger mit Forderungen in Höhe von acht Millionen Euro waren betroffen. Sie erhalten eine Quote von 20 Prozent.

Um den Turnaround zu bewerkstelligen, wurden die Filialen in Österreich von 35 auf 33 reduziert, Teile des Zentrallagers geschlossen sowie das Sortiment gestrafft. Das gesamte Restrukturierungspaket inklusive des Mitarbeiterabbaus von 168 auf 152 Personen habe die Kosten um einen niedrigen siebenstelligen Betrag gesenkt, wird Gabor Rose, Eigentümer von Jones, zitiert.

Drei Interessenten

Nach dem kürzlich abgeschlossenen Insolvenzverfahren ist man nun auf der Suche nach einem Investor. Gespräche mit drei ausländischen Interessenten seien bereits im Laufen. Mit dem neuen Investor an Bord will sich das Unternehmen komplett neu aufstellen, auf nachhaltige Materialen und Transparenz in der Fertigung setzen. Das vor 47 Jahren gegründete Damenmodelabel richtete sich bisher bewusst an Frauen über 30 Jahren, die sich im mittleren Preissegment einkleiden. Zur Öko-Marke wolle man trotz des Nachhaltigkeitsgedankens nicht werden. Rund 80 Prozent des Jones-Sortiments bestehe schon jetzt aus Viskose, einer Faser aus Zellulose. (jw)

www.jones.at

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