"Kobuk" sammelt Geld für Rechtsstreit mit "oe24.at"-Chefredakteur

Richard Schmitt hat den Gründer des Medienwatchblogs Helge Fahrnberger wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung geklagt.

"Wenn der @RichardSchmitt2 (Twitter-Nutzername von Richard Schmitt – Anm. d. Red.) was schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht stimmt, recht hoch. Wenn's um Verkehr geht, steigt sie gegen 100%". Mit diesem Tweet hat Helge Fahrnberger, Gründer des Medienwatchblogs Kobuk, am 9. Juli 2018 den Zorn des damaligen krone.at- und jetzigen oe24.at-Chefredakteurs Richard Schmitt auf sich gezogen.

Schmitt hat Fahrnberger daraufhin auf Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung mit einem Streitwert von 15.500 Euro geklagt. Verhandelt wird am Donnerstag, 12. Dezember, vor dem Handelsgericht Wien. "Da Richard Schmitt uns zwingt, den Wahrheitsbeweis zum Inhalt des Tweets anzutreten, haben wir für das Gericht sein im negativen Sinne beeindruckendes berufliches Wirken (exemplarisch) aufgearbeitet. Siehe Vorbereiteten Schriftsatz", so Fahrnberger. Das dazu vorbereitete Schriftstück kann hier eingesehen werden.

Darüber hinaus hat der Kobuk-Gründer hat vor einigen Tagen auf der Spendenplattform Leetchi eine Crowdfundingaktion gestartet, um das Kostenrisiko des Verfahrens, das laut Fahrnberger bei rund 25.000 Euro durch alle Instanzen liegt, abzufedern, sollte er dieses verlieren. Sollte er das Verfahren jedoch gewinnen, will der Journalist das gesammelte Geld – das Spendenziel beträgt 20.000 Euro – an Reporter ohne Grenzen spenden. (as)

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