"Die Stadt wäre sehr gut beraten, mit privaten Partnern und Investoren zu arbeiten"

LEADERSNET sprach mit Markus Grießler, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft Wirtschaftskammer Wien, über den Stand der Dinge bei der "neuen Stadthalle".


Nach der ersten Klausur der Wiener Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig wurde es offiziell: Wien bekommt eine neue Multifunktionsarena. Ein Einzugsgebiet mit einem Radius von 300 Kilometern und 15 Millionen Menschen soll bedient werden. Mit einer Sitzplatzkapazität von bis zu 20.000 Besuchern soll Wien in Zukunft in einer Liga mit London, Köln und Paris spielen. LEADERSNET sprach mit Markus Grießler, der sich schon vor sechs Jahren für ein solches Projekt ausgesprochen hatte.

LEADERSNET:  Unser Letztstand ist, dass Anfang 2019 eine Entscheidung über den Standort der Stadthallen-Nachfolgerin fällt – dass allerdings auch das Media Quarter Marx favorisiert ist. Stimmt das?

Markus Grießler: Ja, die Entscheidung fällt 2019. Und mich würde der Standort Media Quarter Marx sehr freuen, es ist seit jeher die von der Wirtschaftskammer favorisierte Variante.

LEADERSNET: Welche Alternativen gibt es überhaupt?

Markus Grießler: Die Stadt prüft angeblich 8 Standorte. Das kommt mir doch ein bisserl viel vor. Ich halte 2-3 Varianten für realistisch – etwa auch das Dusika Stadion, falls es mit dem Denkmalschutz vereinbar ist.

LEADERSNET: Und was passiert mit der Stadthalle?

Markus Grießler: Die soll für Sportveranstaltungen und Trainingsmöglichkeiten genutzt werden sowie für kleinere Konzerte. Dazu sollte eine Studie erstellt werden. Wir hoffen, dass diese – wie angedacht – von der Gemeinde in Kooperation mit der Wirtschaftskammer gemacht wird.

LEADERSNET:  Von welchen Zeit- und Budgethorizonten reden wir bei dem Projekt?

Markus Grießler: Fünf Jahre bis zum Betrieb sind realistisch. Die Kosten liegen wohl jenseits der 200 Millionen Euro. International geht der Trend ganz klar zu Partnerschaften mit privaten Betreibern. Die Stadt wäre daher sehr gut beraten, das Projekt gemeinsam mit privaten Partnern und Investoren wie etwa Eventim, zu denen ja oeticket.com gehört, zu realisieren. So würde es die Stadt und somit den Steuerzahler nichts kosten. (red)

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