Unternehmensverkäufe in Österreich auf Rekordkurs

Bis 2024 wird jedes vierte KMU Österreichs auf Käufersuche sein.

Im Jahr 2017 wurden in Österreich 345 Unternehmen mit einem Gesamtvolumen von 14,7 Milliarden Euro verkauft, ein Jahresplus von 37 Prozent für den heimischen Transaktionsmarkt. Bevor ein Unternehmen zum Verkauf gelangt, liege es allerdings vor allem am Eigentümer sich wichtige Fragen zu stellen, so Michael Rohrmair, Gründer und CEO der Beacon Invest, der einige Bulletpoints zum Thema zusammengetragen hat.

"Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören"

Viele Unternehmer beschäftigen sich erst in schlechten Zeiten mit einem Unternehmensverkauf. Operativ gesehen sei das genaue Gegenteil der ideale Zeitpunkt für einen Verkauf, so Rohrmair. "Es gilt das Prinzip: Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Um einen maximalen Verkaufserlös zu erzielen, ist es ratsam auszusteigen, wenn der Betrieb finanziell und strategisch sehr gut abgesichert ist. Man sollte möglichst früh mit der Planung einer Exit-Strategie beginnen", empfiehlt Rohrmair. Auch die Marktbedingungen würden hier eine große Rolle spielen.

In der Pre-Sale-Phase sei Ehrlichkeit im Hinblick auf den eigenen Betrieb genauso wichtig wie externe Einflüsse. Konflikte werden am besten vor dem Verkauf gelöst um das Vertrauen der Investoren zu sichern. Inhaber, die mit dem Gedanken spielen, ihr Unternehmen zu verkaufen, würden in vielen Fällen nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Eine Einzellösung in Sachen Ansprechpartner greife laut Rohrmair in vielen Fällen zu kurz. Für Investoren seien außer den Zahlen auch die grundsätzliche Situation von Interesse. Transaktionsrelevante Fragen würden am besten mithilfe von Konsultation professioneller Mergers & Acquisitions-Berater beantwortet, rät der Experte, dessen Firma sich als Bindeglied zwischen Investoren und Unternehmen versteht.

Betriebsgröße hat Einfluss auf Verkaufskanal

Für kleinere Firmen, wie etwa lokale Handwerksbetriebe, würden sich Online-Plattformen zum Verkauf durchaus eignen, da im Prinzip nur Betriebsausstattung und der Kundenstock übernommen würden. Größere Transaktionen seien um ein Vielfaches komplexer und der persönliche Kontakt zu den Investoren werde umso wichtiger, erläutert Rohrmair. Gezielte Vermittlung durch einen exklusiven Investorenkreis sei hier von Vorteil, da ein gesamter Verkaufsprozess nach Erfahrung von Beacon Invest acht bis neun Monate dauere. (red)

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