Bereits zum sechsten Mal riefen invest.austria und AustrianStartups heimische Jungunternehmen dazu auf, ihre Geschäftsideen vor einer internationalen Jury zu präsentieren. Beim Startup World Cup Austria 2026, dessen Finale im Rahmen der ViennaUP am vergangenen Montag, dem 18. Mai, in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ausgetragen wurde, ging es für die zwölf Finalist:innen nicht nur um Sichtbarkeit und neue Kontakte, sondern auch um ein Ticket zum globalen Finale im Silicon Valley. Dort wartet die Chance, vor internationalen Investor:innen um ein Investment in Höhe von einer Million US-Dollar zu pitchen.
Zwölf Startups pitchten vor hochkarätiger Jury
Für das nationale Finale hatten sich die teilnehmenden Startups zuvor bei regionalen Pre-Events in Linz, Innsbruck, Graz und Wien qualifiziert. Pro Standort zogen jeweils drei Jungunternehmen in die Endrunde ein. Zu den zwölf Finalist:innen des Startup World Cup Austria 2026 zählten Lokistix, NoxAvis Tech Solutions, Combyn Health Care, Serwas, StratoChaser, Ainovo, scopri.ai, BioShift Energy, Tagbase.io, factorymaker, Deepentix und Parlai. Präsentieren durften sie ihre Geschäftsmodelle nun vor einer Jury bestehend aus Xiaomin Mou (International Finance Corporation), Werner Müller (FFG), Scarlett Sieber (Money20/20), Kenneth Thomas (BackFuture), Florian Haas (EY) und Gregory Gorman (Seed2Exit).
"Der Startup World Cup Austria zeigt, welches Potenzial im österreichischen Innovationsstandort steckt", meint Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer bei invest.austria. Entscheidend sei, dieses Potenzial auch in Wachstum zu übersetzen. "Dafür braucht es starke Schnittstellen zwischen Startups und Investor:innen sowie die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Initiativen wie der Dachfonds und eine stärkere europäische Kapitalmarktintegration – im Sinne des 28th Regimes - EU Inc. – sind zentrale Hebel, um mehr privates Kapital in den vorbörslichen Markt zu lenken", so Krenkel.
"Der Startup World Cup zeigt jedes Jahr, wie viel unternehmerisches Potenzial in Österreich steckt und dass dieses Potenzial auch international wahrgenommen wird. Über 350 nationale und internationale Gäste haben zwölf Finalist:innen aus ganz Österreich auf der Bühne erlebt", erklärt auch Elisabeth van Holthe tot Echten, Program & Events Manager bei AustrianStartups, und betont, dass es für die Gründer:innen dabei nicht nur um ein Ticket nach San Francisco gehe: "Es geht um Sichtbarkeit und Kontakte, die den nächsten Schritt ermöglichen. Formate wie der Startup World Cup, die Gründer:innen solch eine Bühne bieten, sind ein Gewinn für das gesamte Ökosystem."
Industrieplattform überzeugte die Jury
Nach einer intensiven Pitch-Runde sicherte sich schließlich factorymaker den Hauptpreis. Das Startup entwickelt eine adaptive Industrieplanungsplattform, die Standort-, Gebäude- und Prozessplanung in einem generativen Modell verbindet. Unternehmen sollen dadurch bereits in frühen Projektphasen Simulationen, Szenarienvergleiche und automatisierte Prüfungen durchführen können, bevor teure Entscheidungen getroffen werden. Die Plattform soll industrielle Projekte demnach schneller, flexibler und effizienter planbar machen und Unternehmen dabei unterstützen, langfristig auf veränderte Anforderungen zu reagieren.
factorymaker folgt mit seinem Sieg auf die bisherigen Gewinner all but sugar (2025), Cellectric Biosciences (2024), reebuild (2023), Lignovations (2022) und Kape Skateboards (2021). Das Startup wird Österreich nun beim globalen Finale im Silicon Valley vertreten, wo das Team vor internationalen Investor:innen um die Chance auf ein Investment in Höhe von einer Million US-Dollar pitcht.
Publikumspreis für Gesundheitskiosk
Zusätzlich zum Hauptpreis wurde auch heuer wieder ein Publikumspreis ("Community Award") vergeben, den sich Combyn Health Care sicherte. Das Startup entwickelt mit dem "BioCore Loop" einen automatisierten Gesundheitskiosk für schnelle Herz-Kreislauf-Checks. Nach Angaben des Unternehmens können damit innerhalb weniger Minuten unter anderem ein 6-Kanal-EKG, Blutdruckwerte, Pulswellengeschwindigkeit und Körperzusammensetzung erfasst werden, ohne dass medizinisches Personal direkt vor Ort sein muss. Die Lösung soll den Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen niederschwelliger machen und entsprechende Checks stärker in den Alltag bringen.
Blick auf globale Startup-Märkte
Neben den Pitch-Sessions standen beim Finale auch internationale Startup- und Investmenttrends im Fokus. In einem "Fireside Chat" gaben die beiden Jurymitglieder Scarlett Sieber und Kenneth Thomas Einblicke in internationale Startup-Ökosysteme, Investmentdynamiken und Standorte, die Gründer:innen aktuell besonders gute Voraussetzungen bieten.
Eindrücke vom Event finden Sie in unserer Galerie.
www.startupworldcup-austria.com
www.invest-austria.com
www.austrianstartups.com
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