Stärkt Überwachung und Luftraummanagement
Frequentis baut Geschäft mit Drohnenlösungen weiter aus

| Redaktion 
| 09.04.2026

Das Unternehmen verzeichnete 2025 ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis und schaffte weltweit mehr als 200 neue Arbeitsplätze.

Frequentis hat im Geschäftsjahr 2025 erneut ein deutliches Wachstum erzielt. Der Umsatz stieg um 20,8 Prozent auf 580,1 Millionen Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) um 45,7 Prozent auf 46,8 Millionen Euro zulegte. Auch der Auftragseingang entwickelte sich positiv und erreichte mit 680,2 Millionen Euro ein Plus von 16,5 Prozent.

Damit setzte das Unternehmen seine Serie an zweistelligen Zuwächsen fort und verzeichnet bereits das fünfte Jahr in Folge eine entsprechende Entwicklung. Parallel dazu wurde der Personalstand weltweit um mehr als 200 Mitarbeiter:innen erhöht. "Unser Wachstum und die Profitabilität zeigen, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig trägt – gerade in herausfordernden Zeiten. Sie sind Ausdruck unserer Innovationskraft und unseres klaren Fokus auf die Betreiber sicherheitskritischer Kontrollzentralen", sagt Frequentis-CEO Norbert Haslache und fügt hinzu: "Vor allem aber sind sie das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements unserer rund 2.600 Mitarbeiter:innen weltweit. Dafür gilt ihnen ebenso unser Dank wie unseren Kund:innen und Partner:innen und Investor:innen für ihr Vertrauen."

Hohe Nachfrage und steigender Auftragsstand

Der Auftragsstand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Drittel auf rund 794,9 Millionen Euro. Diese Entwicklung soll vor allem die starke Auslastung und die stabile Marktposition von Frequentis im Bereich sicherheitskritischer Systeme unterstreichen. 

Fokus auf vernetzte Sicherheit und neue Technologien

Vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten gewinnen verlässliche und interoperable Systeme zunehmend an Bedeutung. Frequentis sieht sich hier in einer zentralen Rolle bei der Weiterentwicklung von Sicherheitsinfrastrukturen. "Wir sind keine Passagier:innen, unser Platz ist im Cockpit. Unser Kurs: offene Standards und echte Interoperabilität – damit Einsatzorganisationen über Systeme und Grenzen hinweg zusammenarbeiten können", so Haslacher.

Als wesentliche Wachstumstreiber nennt das Unternehmen drei Bereiche: Mission-Critical Services (MCX), Drohnenmanagement und Remote Digital Tower.

Mission-Critical Services als Kommunikationsbasis

Neue Kommunikationsstandards auf Basis von 5G sollen bestehende Technologien wie TETRA oder GSM-R ablösen. Sie ermöglichen die Echtzeitübertragung von Sprache, Daten und Video über Organisations- und Landesgrenzen hinweg. Frequentis ist laut eigenen Angaben bereits an großangelegten Implementierungen beteiligt.

Drohnenmanagement gewinnt an Bedeutung

Mit dem steigenden Drohnenverkehr wächst auch der Bedarf an sicheren Steuerungs- und Überwachungssystemen. Frequentis kombiniert bestehende Radartechnologien mit neuen Sensorlösungen, um den unteren Luftraum effizient zu managen und kritische Infrastruktur zu schützen.

Remote Digital Tower im Einsatz

Digitale Tower-Lösungen ermöglichen die Fernüberwachung des Flugverkehrs mithilfe von Kameras und Sensoren. Diese Technologie ist bereits in mehreren Ländern im Einsatz und unterstützt Flughäfen bei der effizienteren Steuerung und beim Umgang mit Personalmangel.

Ergebnis und Dividende steigen

Das Konzernergebnis belief sich 2025 auf 33,7 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 2,13 Euro. Für das Geschäftsjahr wird eine Dividende von 30 Cent vorgeschlagen, was einer Erhöhung um 11,1 Prozent entspricht. Auch die Kapitalbasis wurde weiter gestärkt: Das Eigenkapital stieg auf 196,8 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 38,6 Prozent.

www.frequentis.com

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