Fotos des FMP Talks #65
Wie Medien die Gen Z heute noch erreichen können

| Larissa Bilovits 
| 01.04.2026

Bei der 65. Ausgabe des FMP Talk diskutierte ein hochkarätiges Panel darüber, welche Anforderungen junge Zielgruppen heute an Inhalte stellen und warum Reichweite allein im Wettbewerb um Aufmerksamkeit nicht mehr ausreicht.

Das Mediennutzungsverhalten junger Menschen wandelt sich rasant. Kurze Aufmerksamkeitsspannen, starke Plattformorientierung und neue Sehgewohnheiten verändern die Spielregeln am Medienmarkt zunehmend und machen es für Verlagshäuser, Vermarkter und Werbetreibende immer schwieriger, die Generation Z überhaupt noch zu erreichen. Genau diesem Spannungsfeld widmete sich der 65. FMP Talk des Vereins Forum Media Planung (FMP), der am Dienstag, dem 24. März, in der Labstelle Wien stattfand. Diese ging direkt im Anschluss an eine außerordentliche Generalversammlung des FMP vonstatten, bei der beschlossen wurde, dass Yvonne Mensik (Red Bull Media House) ab sofort im Vorstand des FMP mitmischen soll. 

Hochkarätiges Panel

Unter der Moderation von Julia Furdea (ProSiebenSat.1 Puls 4) diskutierten schließlich Theresa Sternbach (Head of Sales, Gewista), Joachim Krügel (Geschäftsführer, Demner.Group) und Magdalena Göls (Strategist, WPP Media) darüber, wer die Aufmerksamkeit der "Generation Swipe" gewinnt und was deren Mediennutzungsverhalten für die Branche bedeutet.

Zentrale Erkenntnisse des Abends

Im Gespräch wurde rasch deutlich, dass die Generation Z Medien grundlegend anders nutzt als frühere Zielgruppen. Wer mit dem Smartphone aufgewachsen ist, entscheidet innerhalb kürzester Zeit, ob ein Inhalt Aufmerksamkeit erhält oder weitergeswiped wird. Um in diesem Umfeld überhaupt wahrgenommen zu werden, braucht es daher nicht nur Reichweite, sondern vor allem eine auf junge Nutzer:innen abgestimmte Ansprache, die bereits in den ersten Augenblicken überzeugt. Zugleich waren sich die Diskutant:innen einig, dass ein prägnanter Einstieg allein nicht genügt: Wer junge Zielgruppen langfristig erreichen will, muss nach dem ersten Impuls auch inhaltliche Tiefe bieten.

Thematisiert wurde außerdem, dass unterschiedliche Kanäle Aufmerksamkeit auf verschiedene Weise erzeugen. Während digitale Inhalte jederzeit mit einer Wischbewegung ausgeblendet werden können, bleibt Außenwerbung im öffentlichen Raum dauerhaft sichtbar und eröffnet damit einen anderen Zugang. Gleichzeitig wurde auf einen Gegentrend zur permanenten Online-Präsenz verwiesen: Immer mehr junge Menschen legen bewusst digitale Pausen ein. Darin sah das Podium jedoch keine automatische Rückkehr zu klassischen Medien, sondern vielmehr den Auftrag, Formate neu zu denken. Als Quintessenz des Abends blieb, dass nicht Reichweite allein über den Erfolg entscheidet, sondern vor allem Relevanz, Vertrauen und die kluge Verbindung aus schnellen Einstiegen und fundierten Inhalten.

LEADERSNET war bei der Veranstaltung und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.

www.forummediaplanung.at

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