Digitaler Handel im Wandel
KI hilft beim Sparen und verändert das Kaufverhalten

Eine aktuelle Studie des Handelsverbands zeigt: Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Einkaufsalltag. Während viele Kund:innen auf Einsparungen setzen, bleibt Vertrauen ein entscheidender Faktor für die weitere Verbreitung.

Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben im Alltag und gewinnt auch beim Einkauf an Bedeutung. Laut Consumer Check des Handelsverbands, einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von Reppublika Research unter 1.014 Personen in Österreich, nutzt bereits ein Teil der Bevölkerung KI-Tools aktiv, während viele weitere den Einsatz planen. Elf Prozent der Österreicher:innen verwenden KI demnach bereits häufig beim Shoppen. Gleichzeitig geben 50 Prozent an, künftig verstärkt auf entsprechende Anwendungen setzen zu wollen, vor allem mit dem Ziel, Preise zu optimieren und günstiger einzukaufen. "Der österreichische Handel steht vor einem Paradigmenwechsel. Bereits mehr als ein Zehntel der Bevölkerung nutzt häufig KI-Tools beim Einkauf", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

KI als Werkzeug für Preisvergleich und Orientierung

Schon heute kommen KI-Anwendungen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. 23 Prozent nutzen KI-gestützte Suchfunktionen, 21 Prozent personalisierte Produktempfehlungen und 20 Prozent Preis- und Rabatt-Tools. Auch Chatbots in Webshops sind für 15 Prozent relevant.

Die Technologie entwickelt sich damit zunehmend vom Zusatzfeature hin zu einem funktionalen Werkzeug im Einkaufsprozess. Besonders gefragt sind Anwendungen, die beim Sparen helfen.

Jüngere treiben die Entwicklung

Vor allem die Generation Z zeigt eine hohe Affinität zu KI im Einkauf. 52 Prozent der 18- bis 28-Jährigen nutzen entsprechende Tools zumindest gelegentlich, deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig bestehen Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Ältere Konsument:innen zeigen sich zurückhaltender und äußern häufiger Bedenken, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Kontrollverlust.

Zwischen Potenzial und Vertrauensfrage

Trotz wachsender Nutzung bleibt Skepsis ein relevanter Faktor. Während sich ein Teil der Kund:innen bereits vorstellen kann, Einkaufsentscheidungen stärker an KI zu delegieren, zeigt sich die Mehrheit noch abwartend. Auch vollständig automatisierte Einkaufsprozesse spielen bislang eine untergeordnete Rolle. Erst vier Prozent haben einen Einkauf über KI-Agenten abgewickelt.

www.handelsverband.at

www.reppublikaresearch.com

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV